In einem gemeinsamen Schreiben der Verbändeallianz an Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kritisiert die Allianz, dass der Minijob in allen aktuell relevanten Reformen erheblich unter (Kosten-) Druck gerät. Eine Abschaffung oder Verteuerung der Minijobs würde Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen treffen.
Millionen Menschen im Gastgewerbe, im Einzelhandel und vielen anderen Branchen haben sich ganz bewusst für Minijobs entschieden, weil sie sich mit Studium, Familie, Pflege oder einem Hauptberuf vereinbaren lassen. Wenn die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile wegfallen, bedeutet das für viele Beschäftigte spürbare Einkommenseinbußen oder deutlich mehr Arbeitsstunden, um auf das bisherige Einkommen zu kommen. In den Unternehmen wiederum sind die Minijobs unverzichtbar, um Personalengpässe aufzufangen und Öffnungszeiten sicherzustellen.
Minijobs dürfen nicht durch völlig unverhältnismäßige Beitragslasten für Arbeitgeber und Beschäftigte immer weiter an Attraktivität verlieren. In der Krise gilt es stattdessen die Arbeitskosten zu reduzieren und mehr Flexibilität zu ermöglichen.