04.03.2026 • Promis, Ideen, Inspiration • Lesedauer: 5 Minuten
Wie in der gesamten Branche so ist auch bei prominenten Kollegen die Aufbruchstimmung zu spüren. Mit welchen Projekten wollen sie durchstarten? Das haben Johann Lafer, Tim Raue, Ali Güngörmüş und Alina Meissner-Bebrout im beliebten Talkformat „Nachgefragt bei...“ auf der INTERGASTRA erzählt – und dazu auch noch das ein oder andere Anekdötchen…
Aus der Lust am Unternehmerin sein und dem Spaß am Konzepteentwickeln schöpft Alina Meissner-Bebrout die Kraft für ihr neuestes Projekt: Die Sterneköchin eröffnet dieses Jahr gemeinsam mit ihrem Mann Steffen „ein neues Schmuckstück im schönsten Gebäude in Ulm“: ihr eigenes Hotel, das Maison Meissner. Der Michelinstern und die Fernsehauftritte von Alina Meissner-Bebrout führen dazu, dass rund die Hälfte ihrer Gäste gezielt nach Ulm kommen, um im Gourmetrestaurant bi:braud oder in der Edda Brasserie zu essen. „Wenn die alle künftig in unserem Hotel übernachten, sind die 15 Zimmer schnell voll.“
Mit elf Jahren Erfahrung traut sich die Unternehmerin zu, nicht nur Gastronomin, sondern auch Hotelière zu sein. Angefangen hat alles ganz klein – mit von einem Freund geliehenen 10.000 Euro Startkapital und IKEA-Geschirr. „Mit Profiausstattung zu starten, hilft sicherlich“, so Alina Meissner-Bebrout rückblickend. „Doch wichtiger als ein durchdesigntes Restaurant sind Leidenschaft in der Küche und Herzlichkeit im Service.“ Auf kleinstem Raum das Maximum rausholen ist ihr Spezialgebiet, schließlich kocht Alina Meissner-Bebrout – am Anfang alleine, inzwischen zu viert im Team – auf einer Fläche von vier Quadratmetern.
Was ihr Michelin-Stern bei Alina Meissner-Bebrout auslöste, können DEHOGA-Mitglieder in der März-Ausgabe des DEHOGA Magazins nachlesen.
Der Food-Influencer Tim Armann ist auf einer Mission: „Ich möchte mehr Monogewürze nach Deutschland bringen und in die Küche integrieren.“ Für seinen Geschmack verstauben zu viele Gewürzmischungen in Regalen. Zuletzt war er auf Gewürzreise auf Sri Lanka und entdeckte dort eine Plantage mit dem „echten“ Zimt – im Gegensatz zum hierzulande üblichen Cassia. „Wir sind es gewohnt, dass Zimt zum Süßen verwendet wird, doch er schmeckt auch toll in Schmorgerichten“, schwärmt Armann.
Wie man es schafft, sich in den Sozialen Medien zur Marke zu machen? „Erzählt Geschichten und weckt Emotionen“, sagt Tim Armann. Und wo könnte man das besser als in der Gastronomie, in der es um Gerüche und Geschmäcker geht, die einen direkt in die Kindheit oder in den Urlaub zurückversetzen? Tims Tipp: „Spielt damit und begeistert Eure Gäste.“ Influencer würde er allerdings nicht als Beruf weiterempfehlen, sagt Tim Armann – obwohl er als genau das unter dem Namen „Brot mit Ei“ auf You Tube, Instagram und mit seinem Podcast bekannt ist.
Wie Tim Armann vom Koch zum Influencer wurde, können DEHOGA-Mitglieder in der März-Ausgabe des DEHOGA Magazins nachlesen.
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Ali Güngörmüş möchte vielleicht bald einen Betrieb in Baden-Württemberg eröffnen – aber nur, damit er Mitglied im DEHOGA-Landesverband werden kann, scherzte der Sternekoch auf der INTERGASTRA. Doch eigentlich will er seinem Restaurant Pageou in Müchnchen und seiner Linie treu bleiben. Nachdem er am Anfang seiner Selbstständigkeit eher frankophil gekocht hatte, habe er mit der Zeit zurückgefunden zum Geschmack seiner Kindheit – zum Mediterranen mit orientalischen Einflüssen. „Das sind die Aromen, die ich von klein auf mitbekommen habe“, sagt Ali Güngörmüş, der in Anatolien mit Gemüse aus dem eigenen Garten aufgewachsen ist und noch genau weiß, wie eine von der Sonne warme Tomate schmeckt.
Wichtiger als Trends zu folgen sei es, eine klare Linie zu haben. „Mit deiner eigenen Handschrift hebst du dich ab von anderen und hast ein greifbares Konzept, mit dem du deine Gäste begeisterst.“ Die Gäste bezeichnet der Unternehmer als „seine Chefs“. „Wir bieten eine Dienstleistung und wollen, dass die gut ankommt.“
Wie seine Angebote zu Favoriten für seine Gäste werden, erzählt Ali Güngörmüş in der März-Ausgabe des DEHOGA Magazins.
Johann Lafer lernt derzeit etwas Neues dazu: Der Sternekoch arbeitet mit Lufthansa zusammen. „Das Gastgewerbe ist eine der spannendsten Branchen, weil man sich ständig weiterentwickeln kann“, sagt der Sternekoch. Für Flugzeugpassagiere Gerichte zu kreieren, sei dabei etwas ganz anderes, als für Gäste am Boden zu kochen – der Geschmackssinn ist schließlich hoch oben in der Luft durch die Mundaustrocknung anders und ebenso die technische Ausstattung der Küche. Eines bleibe für ihn jedoch immer entscheidend, betont Johann Lafer: „Die Intensität des Geschmacks ist für mich der Schlüssel zum Erfolg.“ „Umami“ lautet das Zauberwort. Der Gourmetexperte schwärmt auf der DEHOGA-Bühne von Zutaten, die dafür sorgen, dass Gerichte vollmundiger schmecken: Parmesan, getrocknete Pilze und Tomaten oder eingekochter Portwein.
Man könne sich von anderen Länderküchen inspirieren lassen, sollte aber authentisch bleiben und sich auf die regionale Heimatküche konzentrieren, so die Überzeugung von Johann Lafer. „Erfolg ist Kontinuität“, lautet sein Rat an die Kollegen. Wer erfolgreicher Unternehmer im Gastgewerbe sein will, muss eine Frage beantworten können: Warum soll der Gast ausgerechnet zu mir kommen?
Wie jeder Betrieb einzigartig werden kann, verrät Johann Lafer in der März-Ausgabe des DEHOGA Magazins.
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Der eh schon viel beschäftigte Tim Raue verriet auf der DEHOGA-Bühne, was er als nächstes vorhat: „Wir verwirklichen dieses Jahr vier neue gastronomische Konzepte.“ Unter anderem ein immersives Restaurant auf einem Kreuzfahrtschiff und ein Pizza Start-Up. Ausruhen fällt ihm schwer, selbst seine Jogginghose ist aus Kaschmir. „Was mir an Talent fehlt, mache ich mit Willensstärke wett.“ Seine Disziplin sei sein Selbstschutz. In der Küche kann man mit Leistung viel erreichen, das habe er irgendwann verinnerlicht. „Ich bin in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen mit ganz viel Anarchie – aus mir wäre auch ein guter Krimineller geworden“, sagt der Sternekoch mit seiner typischen Berliner Schnauze.
Vorschriften? „Finde ich generell nicht so geil“, sagt Raue. Er halte also auch nichts davon, jemandem vorzuschreiben, wie lange er arbeiten soll. „Ich arbeite 16 Stunden am Tag, weil ich es liebe zu kochen.“ Durchgetaktete Tage von 5 bis 23 Uhr und Reisen um die ganze Welt sind sein Alltag. Diese Leidenschaft für den Beruf will er auch an junge Menschen weitergeben.
Welche Prüfung er als einzige mit der Note 1 abgeschlossen hat, verrät Tim Raue in der März-Ausgabe des DEHOGA Magazins.
Vegan und alkoholfrei: Chancen für das Gastgewerbe
„Vier Tipps für erfolgreiche pflanzliche Küche: Bleiben Sie Ihrem Stil treu, nutzen Sie vorhandene Zutaten, verkaufen Sie Genuss – und denken Sie Gerichte komplett neu.“
Umsatz auf Knopfdruck: Automaten für die Gastro
Ein Automat arbeitet 24 / 7 und verlangt keinen Lohn. Welche weiteren Vorteile Vending fürs Gastgewerbe bietet und wie Betriebe Automaten einsetzen können, lesen Sie hier.
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