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Vorschlag der Rentenkommission

Scharfer Protest gegen drohende Minijob-Abschaffung

Auf scharfen Protest aus der Wirtschaft stößt der Vorschlag der Rentenkommission, Minijobs weitgehend abzuschaffen. Nach Plänen der Kommission sollen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse künftig nur noch für Schüler zulässig sein.

Befürworter der Minijob-Abschaffung arbeiten mit dem Schein-Argument, dass Minijobs die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor allem von Frauen verhinderten. Dies wird allein schon dadurch widerlegt, dass z.B. im baden-württembergischen Gastgewerbe mehr als die Hälfte der Minijobber im Hauptberuf sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind. 

Von Wirtschaftsverbänden kommt heftiger Protest gegen die Pläne der Rentenkommission. Auch der DEHOGA Baden-Württemberg hat sich klar positioniert und am 22. Juni 2026 folgendes Pressestatement abgegeben: 

„Geringfügig Beschäftigte sind im Gastgewerbe unverzichtbar, denn sie ermöglichen es den Betrieben, auf branchentypische Lastspitzen zu reagieren. Der flexible Einsatz von Minijobbern ist für die Wirtschaftlichkeit der Betriebe daher von höchster Bedeutung und sichert im Hotel- und Gaststättengewerbe somit auch viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Die faktische Abschaffung der Minijobs würde viele Existenzen und Arbeitsplätze auch in Baden-Württemberg vernichten. Sie wäre nicht nur für die Betriebe des Gastgewerbes eine Katastrophe, sondern auch für die betroffenen Beschäftigten, die – selbst, wenn sie ihren Arbeitsplatz behalten können – mit deutlich höheren Abzügen vom Lohn rechnen müssen.“ 

Äußerst kritisch sieht der DEHOGA auch Pläne der Bundesregierung zur Gesundheitsreform, die massive Beitragserhöhungen für Minijobs vorsehen, so dass die Abgabenlast für Arbeitgeber von bislang (schon teuren) 31 Prozent auf rund 39 Prozent zu steigen droht. Eine solche Erhöhung wäre eine Abschaffung der Minijobs durch die Hintertür. 

DEHOGA-Position
Beide Vorschläge – Minijob-Abschaffung und Minijob-Verteuerung – laufen darauf hinaus, Arbeit in Deutschland teurer und unattraktiver zu machen. Das trifft Millionen fleißiger Minijobber und schwächt die Wirtschaft insgesamt. Die Bundesregierung sollte diese Pläne dringend stoppen und eine Politik verfolgen, die mit „mehr Netto vom Brutto“ Arbeit attraktiv macht und Leistung belohnt.