Zum Hauptinhalt springen Zum Footerinhalt springen

DEHOGA-Mitgliederumfrage

Weihnachtsgeschäft besser als 2022 – Sorgen wegen Mehrwertsteuer

Das Weihnachtsgeschäft für die gastgewerblichen Betriebe in Baden-Württemberg läuft besser als im Vorjahr, aber immer noch weniger gut als in der Zeit vor der Coronakrise. Große Sorgen bereitet den Betrieben erwartungsgemäß die drohende Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen. Dies geht aus der aktuellen Mitgliederumfrage hervor, an der sich 780 Betriebe aus Baden-Württemberg in der Zeit vom 4. bis 7. Dezember 2023 beteiligt haben. Die wichtigsten Ergebnisse aus Baden-Württemberg im Überblick:

Zum Weihnachtsgeschäft: Rund 58% der Teilnehmenden gaben an, dass sich ihr Weihnachtsgeschäft gleich gut (39,5%) oder sogar besser (18,9%) entwickelt als im Vorjahr 2022. 41,7% meldeten eine schlechtere Entwicklung.

Deutlich wird aus der Umfrage allerdings auch, dass die Geschäftsentwicklung im Gastgewerbe immer noch hinter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit zurückbleibt: Nur 12,1% der Teilnehmenden gaben an, dass ihr Weihnachtsgeschäft aktuell besser läuft als 2019. Bei knapp 61% der Betriebe läuft es nach wie vor schlechter als im Jahr vor der Coronakrise.

Rückläufig sind in vielen Unternehmen vorweihnachtliche Gruppenreservierungen: Knapp 56% der Umfrageteilnehmenden melden einen Rückgang bei privaten Feiern. Bei Firmenfeiern melden sogar fast 62% einen Rückgang. Dies zeigt, dass das Weihnachtsgeschäft stark vom Individualgästen getragen wird.

Die drohende Mehrwertsteuererhöhung auf Speisen von 7% auf 19% zum Jahreswechsel stellt die gastgewerbliche Branche im Land erwartungsgemäß vor ernste Probleme. Nur 17,3% der Umfrageteilnehmenden bezeichnen die Steuererhöhung als „wirtschaftlich zu verkraften“. Die große Mehrheit der Umfrageteilnehmenden hingegen – in Summe fast 80% – äußert große Besorgnis: Knapp 61% erklären, die Steuererhöhung werde ihre Betriebe „wirtschaftlich hart treffen“, 11,5% rechnen gar damit, dass sie die Steuererhöhung „an den Rand des Ruins“ bringen wird, und 5,4% der Umfrageteilnehmenden kündigen an, dass sie ihr Unternehmen mangels Perspektiven aufgeben werden. Hochgerechnet auf die aktuell rund 25.000 gastgewerblichen Betriebe in Baden-Württemberg wären dies landesweit rund 1350 Betriebe.

88,3% der teilnehmenden Betriebe kündigen als direkte Folge einer Steuererhöhung die Anhebung ihrer Preise an. Die Höhe der Preissteigerungen, die aufgrund der Steuererhöhung um 12 Prozentpunkte sowie steigender Kosten in weiteren Bereichen (Lebensmittel, Personal) betriebswirtschaftlich erforderlich wären, geben die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt mit 13,8% an. Darüber, ob solche Preisehöhungen durchsetzbar sind, herrscht bei mehr als der Hälfte der befragten Unsicherheit (58,6%). Knapp 72% wollen ihr Angebot aufgrund der Steuererhöhung anpassen, 34% planen eine Kürzung ihrer Öffnungszeiten.

Der DEHOGA Baden-Württemberg dankt allen Mitgliedsbetrieben, die sich an der Umfrage beteiligt haben!