Die Buchungs- und Reservierungslage für den Dezember ist demnach durchwachsen. Den derzeitigen Buchungsstand für das Weihnachtsgeschäft bezeichnen 32,2 Prozent der Umfrageteilnehmer als gut, 34,5 Prozent als befriedigend und 33,3 Prozent als schlecht. Allerdings sollten daraus keine allzu pessimistischen Schlüsse gezogen werden: „Wir wissen, dass die Gäste heute viel kurzfristiger buchen“, betont DEHOGA-Bundesverbandspräsiden Guido Zöllick. Es bestehe also durchaus noch Hoffnung auf die Belebung des Weihnachts- und Silvestergeschäftes.
Steigende Energiekosten bereiten Sorgen
Steigende Energiekosten sind laut DEHOGA-Umfrage für 89,3 Prozent der Unternehmer noch immer die größte Herausforderung, gefolgt von hohen Lebensmittel- und Personalkosten (81,1% und 67,7%). So sehen 41,9 Prozent mit Sorge dem kommenden Jahr entgegen, weil sie fürchten, in die Verlustzone zu geraten.
„Die von der Bundesregierung beschlossene Gas- und Strompreisbremse ist zwar eine geeignete Maßnahme, um Verbraucher wie Unternehmen zu entlasten. Jedoch muss der Referenzzeitrum für RLM-Kunden, die im Jahr 2021 fast fünf Monate geschlossen waren, geändert werden“, mahnt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick.
Die aktuellen Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass für Unternehmen mit einem Verbrauch von mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden Gas und mehr als 100.000 Kilowattstunden Strom das Jahr 2021 als Referenzzeitraum zugrunde gelegt wird. In 2021 aber waren Unternehmen wie Hotels, Restaurants oder Gaststätten von Januar bis in den Mai hinein im Lockdown. Aufgrund der coronabedingten Schließungen lagen die Verbrauchswerte in 2021 teilweise bis zu 35 Prozent unter denen von 2019. „Wir erwarten, dass der Verbrauch von 2022 und nicht von 2021 für diese Unternehmen bei der Berechnung der Gas- und Strompreisbremse herangezogen wird“, erklärt Guido Zöllick.
An der Umfrage des DEHOGA Bundesverbandes zur aktuellen Situation im Gastgewerbe nahmen vom 1. bis 5. Dezember 2.820 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teil, darunter knapp 700 aus Baden-Württemberg. Der DEHOGA dankt allen Umfrageteilnehmenden herzlich fürs Mitmachen.
Quelle: DEHOGA Bundesverband