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Aktuelle DEHOGA-Umfrage

Optimismus wächst, aber Kosten und Bürokratie belasten Betriebe

Zum Ende der Winterzeit verbessert sich die Stimmung im Gastgewerbe. Zugleich belasten steigende Kosten und die zunehmende Bürokratie die Betriebe weiterhin sehr. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen DEHOGA-Mitgliederumfrage, an der sich in der Zeit vom 3. bis 8. März bundesweit rund 1900 Betriebe beteiligt haben – über 600 von ihnen aus Baden-Württemberg. Der DEHOGA dankt allen Mitgliedsbetrieben, die mitgemacht haben!

Laut den aktuellen Umfrageergebnissen lag der Umsatz im Februar im Gastgewerbe immer noch immer unter dem Vorkrisenniveau, doch auf die kommenden drei Monate blicken die Hoteliers und Gastronomen zusehends positiver. 32,7 Prozent (Vormonat 23,0%) der befragten Betriebe rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage. Diesen stehen 20,1 Prozent mit negativen Geschäftserwartungen gegenüber (Vormonat 27,6%). Knapp die Hälfte der Befragten (47,2%) rechnet mit einer gleichbleibenden Geschäftslage. „Immer mehr Betriebe im Gastgewerbe zeigen sich nach der jahrelangen Durststrecke optimistisch gestimmt. Der Anteil der Pessimisten nimmt ab“, kommentiert DEHOGA-Bundesverbandspräsident Guido Zöllick. Erfreulich sei zudem, dass nach dem Aufwärtstrend in der Ferienhotellerie 2022 nun auch der Geschäftsreise- und Städtetourismus anziehe.

Steigende Kosten und wachsende Bürokratie belasten die Betriebe

Wie die DEHOGA-Umfrage belegt, ist der Kostendruck für die Betriebe allerdings nach wir vor immens. Als größte Herausforderungen nennen die Betriebe steigende Energiekosten (80,1%), gefolgt von höheren Lebensmittelpreisen (77,4%). Nach Angaben der Unternehmer sind die Energiekosten im Februar 2023 gegenüber Februar 2022 um durchschnittlich 71,0 Prozent gestiegen. Die Kosten für Lebensmittel lagen 31,0 Prozent und für Getränke 20,5 Prozent über den Vorjahreswerten. An dritter Stelle nennen die Unternehmer die zunehmende Bürokratie (66,2%).

„Die 7% müssen bleiben“

„Aufgabe der Politik ist es jetzt, die Betriebe nicht mit immer neuen Auflagen und Reglementierungen zu belasten, sondern den Erholungsprozess nachhaltig zu unterstützen“, betont DEHOGA-Präsident Zöllick. Als zentrale Branchenanliegen nennt er neben einem Abbau der Bürokratielasten, mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit sowie insbesondere die dauerhafte Geltung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für Speisen in Restaurants. „Die 7% müssen bleiben“, fordert Zöllick. „Unsere Branche braucht verlässliche Perspektiven. Gleichzeitig wird damit die überfällige steuerliche Gleichbehandlung von Essen hergestellt. Wir verlassen uns darauf, dass die Politik Wort hält.“