In der Tourismus-Debatte im Landtag stellte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp (CDU) am 2. Februar klar, „dass der Ministerpräsident das so nicht gesagt hat“. Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Rahmen des bestehenden Stufen-Systems seien sehr wohl möglich, wenn sich die Corona-Zahlen (Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbetten-Belegung) günstig entwickeln.
Auch Ministerpräsident Kretschmann selbst ist laut Medienberichten mittlerweile „zurückgerudert“ und erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa: „Die Landesregierung hat einen klaren Fahrplan für die nächsten Wochen. Lockerungen sind in der Stufenlogik des Landes längst vorgesehen und greifen wie derzeit in der Alarmstufe 1 auch bereits.“ Noch nicht verantwortbar sei aber ein „Exit“, also ein Ausstieg aus den Corona-Beschränkungen im Sinne des Endes der Pandemie. Für eine Rückkehr in einen Normalzustand ohne Regeln sei die Impflücke im Vergleich zu anderen Ländern zu groß.
Der DEHOGA Baden-Württemberg begrüßt die Klarstellung und kritisiert gleichzeitig die missverständliche Äußerung des Ministerpräsidenten über einen angeblichen Lockerungs-Stopp bis Ostern: „Solche Aussagen tragen zur Verunsicherung von Gästen bei und wirken sich auch schädlich auf Vorbuchungen für die Frühlingswochen aus. Wir haben der Landesregierung unsere Kritik daran deutlich mitgeteilt“, so DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt.