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Ermutigende Zahlen

2022 wieder mehr neue Ausbildungsverträge

Gute Nachrichten für das baden-württembergische Gastgewerbe: Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Branche ist im zurückliegenden Jahr um fast 27 Prozent gestiegen.

2466 junge Menschen haben sich 2022 für eine Berufsausbildung in Gastronomie und Hotellerie entschieden – das sind 519 mehr als 2021 und sogar etwas mehr als im Vorkrisenjahr 2019 (2461). Durch den starken Anstieg bei den Neuverträgen ging erstmals seit vielen Jahren auch die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse im baden-württembergischen Gastgewerbe wieder leicht nach oben: Sie stieg von 4938 im Jahr 2021 auf 4988 – ein Plus von 1 Prozent.

Besonders positiv ist die Entwicklung der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge bei den Fachkräften im Gastgewerbe (+ 52 Prozent), bei den Hotelfachleuten (+ 20,5 Prozent), bei den Köchen (+ 29.5 Prozent) und bei den Restaurantfachleuten (+ 35,4 Prozent).

DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt bezeichnet positive Entwicklung der Ausbildungszahlen als ermutigend für die Branche. „Nach dem starken Rückgang, den wir vor allem im ersten Corona-Krisenjahr 2020 hinnehmen mussten, nähern wir uns wieder dem Vorkrisen-Niveau. Das ist positiv und zeigt, dass die Argumente, die für die Berufe im Gastgewerbe sprechen, mehr denn je gültig sind. Gastronomie und Hotellerie bieten jungen Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen beste Berufs- und Karrierechancen“, erklärt Engelhardt in einer gemeinsamen Pressemitteilung von DEHOGA und IHKs im Land.

Ob der Aufwärtstrend bei den Ausbildungszahlen im Gastgewerbe von Dauer sein wird, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Positiv wird sich nach Einschätzung des DEHOGA auswirken, dass die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der gastgewerblichen Ausbildung zuletzt an mehreren Stellen deutlich verbessert wurde:

  • Die Modernisierung der gastgewerblichen Berufe, die im Sommer 2022 in Kraft getreten ist, wertet die Berufe in der Branche deutlich auf. Dass dies nicht ohne Wirkung bleibt, zeigt der starke Zuwachs bei den „Refas“, deren Berufsausbildung als „Fachmann/frau für Restaurants- und Veranstaltungsgastronomie“ neu konzipiert wurde. Außerdem bietet die Schaffung weiterer zweijähriger Ausbildungsberufe (z.B. Fachkraft Küche) verbesserte Einstiegsmöglichkeiten und verbessert grundsätzlich die Chancen auf einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Mehr Infos dazu hier.
  • Bei den Ausbildungsvergütungen hat die Branche zuletzt viel für eine Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit getan: Mit dem neuen Entgelttarifvertrag wurden auch die Bezüge der Azubis zum 1. September 2022 deutlich angehoben. Siehe dazu die Pressemitteilung.
  • Mit dem neuen DEHOGA-Campus-Konzept, das an den Standorten Calw und Bad Überkingen umgesetzt wird, setzt der Verband ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für den Berufsnachwuchs und bietet Azubis während der Berufsschulwochen ein modernes attraktives Umfeld zum Wohnen, Leben und Lernen. Infos unter www.dehoga-campus.de
  • Auch bei der Nachwuchswerbung gibt die Branche Gas: Mit Beginn des neuen Jahres nimmt die DEHOGA-Kampagne WIR GASTFREUNDE wieder an Fahrt auf. Herzstück sind die Schul- und Messebesuche des GastroMobils. Der Info- und Erlebnisbus des DEHOGA tourt durch alle Teile Baden-Württembergs und bietet Jugendlichen beste Möglichkeiten, sich über die Berufs- und Karrierechancen im Gastgewerbe informieren. Ausbildungsbetriebe können die GastroMobil-Termine nutzen, um sich vor Ort als attraktive Ausbilder zu präsentieren.  

Die Entwicklung der Ausbildungszahlen im baden-württembergischen Gastgewerbe. Quelle: BWIHK.