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Ausbildungszahlen: Stabilität auf hohem Niveau

Zweijährige Ausbildungsberufe sind besonders gefragt

Die Ausbildungszahlen im Hotel- und Gaststättengewerbe Baden-Württemberg bleiben stabil auf hohem Niveau. Im vergangenen Jahr haben rund 3000 junge Menschen eine duale Ausbildung im Gastgewerbe begonnen – ein Anstieg um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Aktuell gibt es in der Branche 6.604 Auszubildende.

Trotz eines leichten Rückgangs (-0,1 Prozent) der Ausbildungszahlen ist die Entwicklung in den vergangenen Jahren positiv zu bewerten: Seit 2022 ist die Anzahl der Ausbildungen um mehr als 30 Prozent angestiegen.

Besonders stark nachgefragt sind die zweijährigen Berufe: Aktuell lassen sich 792 junge Menschen im zweijährigen Ausbildungsberuf Fachkraft Gastronomie ausbilden. Das entspricht einem Zuwachs von 12,8 Prozent im Vergleich zu 2024. Noch größer ist der Anstieg beim ebenfalls zweijährigen Ausbildungsberuf Fachkraft Küche mit 14,9 Prozent mehr Auszubildenden.

Dies zeigt sich auch bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Der zweijährige Ausbildungsberuf Fachkraft Gastronomie verzeichnet mit einem Plus von 27,3 Prozent den stärksten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von der Ausbildung zum Fachmann / zur Fachfrau für Systemgastronomie (+15,6 Prozent) und Fachkraft Küche (+12,5 Prozent).

Die Branche profitiert von jungen Menschen aus dem Ausland, die in Baden-Württemberg eine Ausbildung beginnen. Auch dadurch gewinnen die zweijährigen Ausbildungsberufe an Bedeutung, da sie gerade für internationale Auszubildende attraktive Einstiegsmöglichkeiten bieten. Berufsbilder wie Fachkraft für Gastronomie oder Fachkraft Küche sind für weltweite Talente ein idealer Einstieg. „Diese Berufe bieten einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und eröffnen Perspektiven für eine langfristige Karriere in Deutschland“, erklärt Dr. Hans-Ulrich Kauderer. „Wer sich für gastorientierte Berufe entscheidet, hat beste Chancen.“

Unter den 6.604 Personen, die in den gastgewerblichen Betrieben im Land ausgebildet werden, befinden sich außerdem 2.233 angehende Köchinnen und Köche (-0,9 Prozent), 1.737 Hotelfachleute (-9,2 Prozent) und 1.154 Fachleute für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie (+2,7 Prozent). Erfreulich ist der Zuwachs bei den Fachleuten für Systemgastronomie um 9,7 Prozent sowie bei den Kaufleuten für Hotelmanagement um 7,5 Prozent.