7% Mehrwertsteuer – der richtige Weg

Das Gastgewerbe in Deutschland kämpft für faire Wettbewerbsbedingungen. Mit der Mehrwertsteuersenkung für Beherbergungsleistungen hat die Branche 2010 einen ersten, wichtigen Erfolg erzielt, dessen positive Auswirkungen sich mittlerweile überzeugend belegen lassen. Denn 7% sorgen für mehr Investitionen und Arbeitsplätze, für mehr Wettbewerbsgerechtigkeit in Europa, für eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Hotellerie und des Tourismuslandes Deutschland insgesamt. Jetzt gilt es, diesen Erfolg zu verteidigen und gemeinsam weiter zu kämpfen. Denn die gesamte Branche, also auch die Gastronomie, hat Anspruch auf faire Wettbewerbsbedingungen.

Die wichtigsten Fakten und Argumente im Überblick:

 

Wofür gilt der 7% Mehrwertsteuersatz?

Seit 2010 gilt in Deutschland der reduzierte 7%-Mehrwertsteuersatz (statt 19%) für Beherbergungsleistungen. Diese Steuerreduzierung wurde im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes beschlossen – als eine von zahlreichen Maßnahmen, die zur Belebung der Konjunktur und Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland beitragen. Der reduzierte Steuersatz gilt ausschließlich für Beherbergungsleistungen. Weitere Dienstleistungen im Hotel (z. B. Restaurant) werden weiterhin mit 19% Mehrwertsteuer abgerechnet. Auch die Gastronomie profitiert gegenwärtig nicht vom reduzierten Mehrwertsteuersatz.

Welche Gründe sprechen für den reduzierten Mehrwertsteuersatz?

Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie ist sind in Europa die Regel, nicht die Ausnahme. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Beherbergungsleistungen in Deutschland schafft daher mehr Wettbewerbsgerechtigkeit in Europa und stärkt nicht nur die deutsche Hotellerie sondern das Tourismusland Deutschland insgesamt.

Die Senkung der Hotelmehrwertsteuer schafft nachweisbar Spielräume für Investitionen und für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze: Über 550 Mio. Euro konnten Hoteliers und Betreiber von Landgasthöfen allein in Baden-Württemberg in den Jahren 2010 bis 2012 zusätzlich in die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Betriebe investieren, außerdem haben sie rund 4300 Arbeitsplätze in dieser Zeit neu geschaffen. Dies ergab eine DEHOGA-Umfrage bei 1347 Mitgliedsbetrieben im Land. Vom Investitionsboom in der Hotellerie und dem daraus resultierenden Aufschwung der heimischen Tourismuswirtschaft profitieren auch die Zulieferbranchen der Hotellerie sowie die Handwerksbetriebe vor Ort.

 

Was passiert mit der Gastronomie

Snacks zum Mitnehmen und Tiefkühlpizza im Handel werden mit dem reduzierten 7%-Steuersatz gefördert. Für gesunde, frisch gekochte Mahlzeiten in der Gastronomie sind dagegen volle 19 % fällig. Der DEHOGA sagt: Das ist nicht in Ordnung! Statt die 7 % für die Hotellerie in Frage zu stellen, sollte die Politik endlich darangehen, auch für die Gastronomie faire Rahmenbedingungen zu schaffen. Deshalb fordert der DEHOGA einen einheitlichen reduzierten Mehrwertsteuersatz für alle Lebensmittelbranchen. Alle Fakten und Argumente zum Thema finden Sie unter www.fairschmecktsbesser.de

 

 

Investitionskarte

Die positive Wirkung des Investitionsbooms lassen sich mittlerweile auch in der Tourismusstatistik ablesen. Welche Investitionen im einzelnen möglich waren, sehen Sie hier:

Investitionskarte Baden-Württemberg

 


Investitionskarte Deutschland

 

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Video

Auch der Kabarettist Django Asül hat sich Gedanken zum Thema Mehrwertsteuer in der Gastronomie gemacht. Zur Mediathek