Tarifabschluss im Gastgewerbe

Stuttgart, 19.02.2018. Auf einen neuen Lohn- und Gehaltstarifvertrag haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im baden-württembergischen Gastgewerbe geeinigt.

Vereinbart wurde eine Entgelterhöhung um 4,5 Prozent, die in zwei Stufen umgesetzt werden soll: Vom 1. März 2018 an steigen Löhne und Gehälter für die Beschäftigten zunächst um 3 Prozent, zum Jahresbeginn 2019 erfolgt dann eine weitere Erhöhung um 1,5 Prozent. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum Jahresende 2019.

Um den beruflichen Einstieg und die Integration von ungelernten Kräften in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, sieht der Vertrag die Schaffung einer neuen Tariflohngruppe für ungelernte Hilfskräfte im Gastgewerbe vor. Sie erhalten künftig in den ersten zwölf Monaten ihrer Beschäftigung ein Tarifgehalt von 1706 Euro pro Monat.

 

Vergütungen für Auszubildende steigen

Deutlich angehoben wurden die Vergütungen für Auszubildende. Sie steigen in Abhängigkeit vom Ausbildungsjahr zwischen 4,28 Prozent und 12 Prozent. Auszubildende im 3. Lehrjahr erhalten bei einer tariflichen Arbeitszeit von 39 Stunden künftig 840 Euro pro Monat.

„Dieser Tarifabschluss ist das Ergebnis harter, mitunter schwieriger Verhandlungen“, betont Fritz Engelhardt, Landesvorsitzender des DEHOGA und Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite. Die vereinbarte Entgelterhöhung sei ein klares Zeichen der Wertschätzung für die rund 130.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Gastgewerbe und insbesondere auch ein positives Signal an die rund 6.100 Auszubildenden in Gastronomie und Hotelllerie. „Wir sind an die Grenzen des wirtschaftlich Leistbaren gegangen, haben unserem Tarifpartner aber auch deutlich gemacht, dass wir die Betriebe angesichts der nach wie vor schwierigen Ertragssituation in der Branche nicht überfordern dürfen“, so Engelhardt.

Mit mehr als 30.000 Betrieben, rund 130.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 11 Milliarden Euro Jahresumsatz zählt das Hotel- und Gaststättengewerbe zu den großen Dienstleistungsbranchen der badenwürttembergischen Wirtschaft. Hotellerie und Gastronomie sind Hauptleistungsträger der wachsenden Tourismuswirtschaft im Land. Seit 2010 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe um mehr als 25 Prozent gestiegen.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download zur Verfügung

 

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