Gefördert vom Land und von der EU

Fachkräftenachwuchs sichern: Neues Projekt ab Herbst 2016

Gute Nachricht für die Branche: Mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union kann der DEHOGA ein umfangreiches Projekt zur Nachwuchs- und Fachkräftesicherung im Gastgewerbe starten. Über den Zeitraum von drei Jahren hinweg stehen der Branche insgesamt rund 2,119 Mio. Euro für ihre wohl wichtigste Zukunftsaufgabe zur Verfügung. Mehr als zwei Drittel dieser Summe sind Fördermittel.

 

70 Prozent des Projektvolumens – rund 1,483 Mio. Euro – kommen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Die übrigen 30 Prozent steuert der DEHOGA Baden-Württemberg als Projektträger durch eigene Leistungen bei. Im Zentrum des Drei-Jahres-Projekts stehen folgende Ziele:

  • Die Nachwuchswerbung und Nachwuchsgewinnung für die gastgewerbliche Branche im Land.
  • Die Unterstützung von Auszubildenden in Gastronomie und Hotellerie mit dem Ziel, die Abbrecherquoten in der Branche zu senken.
  • Die Unterstützung von Ausbildungsbetrieben zur Förderung und Sicherung der Ausbildungsqualität im Gastgewerbe.


Im Förderaufruf begründet das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft dieses ungewöhnlich große Förderprojekt mit der wirtschaftlichen Bedeutung der Branche: „Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist mit 31 000 Betrieben in Baden-Württemberg eine wichtige Branche im Dienstleistungssektor, die zur Attraktivität Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität einen wesentlichen Beitrag leistet.“ Dies gelte nicht nur für die Messe-, Wirtschafts- und Kulturzentren, sondern insbesondere auch für ländlich geprägte Tourismusregionen. Gerade hier sorge das Gastgewerbe für Standortqualität, Wertschöpfung, Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Gleichzeitig weist das Ministerium auf die großen Herausforderungen hin, vor denen die Branche beim Thema Fachkräftesicherung steht: Der demographische Wandel, der härter gewordene Wettbewerb um talentierte Nachwuchskräfte, eine hohe Abbrecherquote und Imageprobleme bei potenziellen Auszubildenden und Eltern machen dem Gastgewerbe zu schaffen und haben dazu beigetragen, dass die Zahl der Ausbildungsverträge in Baden Württemberg von einst über 10000 auf aktuell 6500 gesunken ist.

Was wird gefördert?
Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, die Vielfalt und Chancen der gastgewerblichen Ausbildungsberufe zielgruppengerecht zu bewerben. Genau so wichtig wie die klassische Nachwuchswerbung ist aber das politische Ziel, die Abbrecherquoten zu senken. Dazu sollen unter anderem Maßnahmen zur verbesserten Berufsorientierung bei Schülern, die Unterstützung von Auszubildenden während der Ausbildung sowie auch die Beratung und Begleitung von Ausbildern beitragen.