Petition für faire Gastro-Mehrwertsteuer

Jetzt mitmachen, unterschreiben und Unterschriften sammeln

Mit einer bundesweiten Online-Petition setzt die Branche ein starkes Zeichen für einen fairen Gastro-Mehrwertsteuersatz.

„Porzellan statt Plastik“ – unter diesem Motto hat der DEHOGA Bayern Anfang Oktober eine bundesweite Online-Petition für die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf alle Speisen gestartet. Das wichtigste Ziel: Die Gastronomie, die ihren Gästen Essen auf nachhaltigem Mehrweg-Porzellangeschirr serviert, darf nicht länger steuerlich benachteiligt werden. Die Branche fordert einen einheitlichen, reduzierten Mehrwertsteuersatz auf alle Speisen. Im Laufe von sechs Monaten sollen mindestens 50 000 Unterschriften zusammenkommen, um ein starkes Signal der Branche an die Politik zu senden.

Der DEHOGA Baden-Württemberg unterstützt die Initiative mit voller Kraft: Alle Verbandsmitglieder, aber auch Mitarbeiter des Gastgewerbes und Gäste sind aufgefordert, die Petition online zu unterschreiben und Unterschriften zu sammeln.

Wie gut das klappen kann, zeigen unsere Beispiele:

Alexandra Mußler hat im Hotel Alexandras Storchen in Rheinfelden-Riedmatt in wenigen Tagen bei Mitarbeitern und Gästen mehr als 280 Unterschriften für die Petition gesammelt.

"Man muss nur richtig erklären, wie ungerecht es derzeit ist: Sieben Prozent Steuer auf Plastikmüll, aber 19 Prozent für Essen auf Porzellangeschirr – das findet keiner in Ordnung." Für viele Gäste sei das Thema aber komplett neu gewesen: "Gut die Hälfte wusste überhaupt nichts von unserem Mehrwertsteuer-Problem", berichtet Mußler.

Um Unterschriften bei Gästen zu sammeln, arbeitet die Unternehmerin mit ausgedruckten Unterschriftenlisten auf einem Klemmbrett. "Wir sprechen jeden Gast an nach dem Essen an. Bis auf einen Gast haben alle unterschrieben", freut sich die engagierte DEHOGA-Kreisvorsitzende und appelliert an die Kollegen im Land, nicht nur selbst zu unterschreiben, sondern ebenfalls bei Gästen und Mitarbeitern Unterschriften zu sammeln. "Wir brauchen ganz viele Unterschriften, damit wir bei dieser wichtigen Frage politisch einen Fuß in die Tür bekommen."

Foto: Kapitel

"Wenn wir 50 000 Unterschriften brauchen, dann muss ich auch meine Gäste und Mitarbeiter dazu bewegen, mitzumachen", sagte sich Elke Renker vom Weinhaus Renker in Überlingen, als sie von der Petition "Porzellan statt Plastik" für 7 Prozent Mehrwertsteuer für die Gastronomie hörte.

Nachdem sie selbst unterschrieben hat,  habe sie sofort die Unterschriftenlisten ausgedruckt und sei auf Ihre Gäste zugegangen. Die meisten wüssten gar nicht, dass für Speisen unterschiedliche Mehrwertsteuersätze gelten und wie ungerecht das sei, so die Erfahrung von Elke Renker. "Man muss schon aktiv auf die Leute zugehen und unser Anliegen deutlich machen", so die Gastronomin.
Die Mühe lohne sich: die Gäste haben Verständnis und unterstützen den reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Speisen im Restaurant gerne. Auch auf Ihrer Speisekarte ruft Elke Renker Ihre Gäste auf: "Ich brauche Ihre Unterschrift!" Bis jetzt hat Elke Renker 320 Unterschriften gesammelt. "Die 400er Marke schaffe ich locker – und bestimmt noch viel mehr!"

Einen Stapel Unterschriftenlisten verteilte sie auch an die anderen Gastronominnen und Gastronomen in der Umgebung. "Ich wünsche mir, dass möglichst viele Kolleginnen und Kollegen mitmachen." Die Petition sei ein gutes Mittel, um auf eine der wichtigsten Forderungen der Branche aufmerksam zu machen.

Machen auch Sie mit!

Der DEHOGA Baden-Württemberg appelliert an alle Mitglieder, sich an der Online-Petition zu beteiligen und aktiv für eine breite Beteiligung zu werben.

Wie Sie sich an der Unterschriftensammlung beteiligen können, erfahren Sie hier