DEHOGA Umweltcheck

"Die Gäste nehmen uns viel bewusster wahr"

Martina Baronowsky bietet das Frühstück im Hotel Wartburg in Stuttgart größtenteils nicht aus Einzelverpackungen, sondern aus Glas- und Porzellanbehältern und spart somit jede Menge Müll. Das ist nur eine von vielen Maßnahmen, für die sie den DEHOGA-Umweltcheck in Gold bekommen hat. Foto: Reiser

"Um einen Betrieb wirtschaftlich und zeitgemäß zu führen, sollte jeder Gastronom und Hotelier auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz achten", sagt Martina Baronowsky, die mit Claudia Weller das Hotel Wartburg in Stuttgart leitet.

Sie habe das Hotel, das zur Hotelgruppe VCH (Verband Christlicher Hoteliers) gehört, schon immer nach umweltfreundlichen Standards geführt. Mit dem DEHOGA Umweltcheck in Gold zeigt sie das ihren Gästen nun auch nach außen.
Das Zertifikat weist an der Rezeption, am Frühstücksbuffet und auch auf der Homepage daraufhin, dass im Hotel Wartburg die Lebensmittel regional und bio sind, Müll reduziert wird und Energie gespart. Umweltbewusstsein fängt schon im Kleinen an bei fair gehandeltem Kaffee, regionalen und biologischen Produkten, Verzicht auf Einzelverpackungen beim Frühstück oder auf den Hotelzimmern und Energiesparlampen. Und geht weiter mit umfassenden Maßnahmen wie Austausch der gesamten Lichttechnik mit Bewegungsmeldern oder einer energetisch optimierten Fassade.
"Aufgrund des christlichen Hintergrunds des Hotels ist umweltfreundliches und sozialverantwortliches Wirtschaften Teil unserer Unternehmensphilosophie", sagt Martina Baronowsky. In letzter Zeit würden immer mehr Menschen bei einer Buchung darauf achten, ob das Hotel nachhaltig geführt wird, beobachtet Martina Baronowsky. "Seit wir das Zertifikat haben, nehmen uns die Gäste viel bewusster wahr." Umweltschutz sei also  gut für die Bilanz – die ökologische und die ökonomische. Denn weniger Müll und weniger Energieverbrauch bedeutet ja auch automatisch weniger Kosten.

Kosten und Aufwand sind gering

Den DEHOGA-Umweltcheck zu machen, lohne sich also auf jeden Fall, ist Martina Baronowsky überzeugt. Der Vorteil von dieser Umweltzertifizierung: sie eignet sich besonders auch für kleine und mittlere Betriebe, Kosten und Aufwand sind gering. Es gibt drei Stufen: Bronze, Silber und Gold. Das heißt, jeder kann so viele Kriterien erfüllen, wie in seinem Betrieb möglich und sinnvoll sind. "Wir haben uns dem Gold-Status auch nach und nach angenähert – jeder Schritt zählt", sagt Martina Baronowsky.
Die Formulare auszufüllen und die Nachweise einzureichen, sei zwar einmal Aufwand – aber der lohne sich und außerdem habe sie Unterstützung von viabono bekommen, der Organisation, die im Auftrag des DEHOGA den Umweltcheck durchführt.
Der DEHOGA Umweltcheck ist eine von zahlreichen Umweltzertifizierungen. Wer weiter gehen möchte und noch strengere Kriterien erfüllt, kann sich zusätzlich zum DEHOGA Umweltcheck von einem anderen Anbieter prüfen lassen, zum Beispiel vom EMAS (mehr Infos im Servicekasten rechts).

Hier gibt es ausführliche Informationen zum DEHOGA Umweltcheck

Service

Weitere Zertifikate für Umweltschutz

Einen Überblick über die wichtigsten Zertifikate und Siegel für Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Gastgewerbe hat der DEHOGA Bundesverband zusammengestellt. Interessierte können diesen hier herunterladen