DEHOGA Beratung

Der Nachfolgemoderator begleitet erfolgreich Betriebsübergaben

Die Nachfolge im Familienbetrieb frühzeitig angehen und geordnet über die Bühne bringen: eine nicht ganz einfache Aufgabe. Wie diese gelingen kann – entweder innerhalb der Familie oder mit einem externen Nachfolger – zeigen zwei Beispiele aus der Branche. Unterstützung bietet die DEHOGA Beratung.

 

„In der Familie kochen schon mal die Emotionen hoch – der Nachfolgemoderator hält den Ball flach“, sagt Christoph Kaltenbach. Nachdem er das Hotel Langenwaldsee in Freudenstadt von seinem Vater übernommen hat, führen die beiden als Team den Betrieb nun gemeinsam. Die Erfahrung des Seniorchefs sei sehr wertvoll, sagt Christoph Kaltenbach. „Nur weil ich studiert habe und in Sternehäusern gearbeitet habe, heißt das nicht, dass ich das komplette Konzept meiner Eltern über den Haufen schmeißen muss.“ So wichtig wie das Loslassen und Zulassen neuer Ideen für den Übergeber, so wichtig sei es für ihn als Nachfolger gewesen, langsam in die neue Führungsrolle hineinwachsen zu können.

Daher sei es auch so wichtig, eine Betriebsübergabe in der Familie langfristig anzugehen. „Wenn die Nachfolge nicht systematisch geregelt wird, kann dies – vor allem für einen kleinen Familienbetrieb – schnell die Existenz kosten“, sagt der gelernte Koch. Der Nachfolgemoderator der DEHOGA Beratung brachte alle Beteiligten an einen Tisch: Steuerberater, Notar, Banker – und natürlich auch die Familienmitglieder. In diesem Rahmen können Konflikte angesprochen und Kompromisse gefunden werden. „Eine offene Kommunikation ist wichtig, dafür war der Moderator sehr hilfreich“, sagt Christoph Kaltenbach.

Sollte mein Sohn den Betrieb später mal übernehmen wollen, werde ich die Nachfolge genauso wieder mit Unterstützung der DEHOGA Beratung regeln, sagt der frischgebackene Vater. Ganz wichtig für eine gelungene Nachfolge im Betrieb sei auch, dass die Kinder nicht zum Weitermachen gedrängt werden. „Mein Vater hat mich oft gefragt, ob ich das wirklich machen will“, sagt Christoph Kaltenbach. Auch weil er gewusst habe, dass es nicht einfach ist, einen gastgewerblichen Betrieb wirtschaftlich erfolgreich zu führen. „Aber ich habe immer an unseren Familienbetrieb geglaubt“, so der Juniorchef.

Wenn die eigenen Kinder nicht bereit sind, den Betrieb zu übernehmen, gibt es auch andere Lösungen: „Die Kinder zur Betriebsübergabe zu zwingen, funktioniert
 nicht“, weiß auch Claus Burkhardt aus eigener Erfahrung. Seine vier Töchter haben andere berufliche Pläne. Das Restaurant Schlupfwinkel in Freudenstadt führt jetzt der langjährige Küchenchef Norman Kapfer. Und Claus Burkhardt betreibt nun noch die Weinstube Küfer in Freudenstadt, den ehemaligen Betrieb seines Vaters.

„Ich habe mit 63 noch gar nicht ans Aufhören gedacht, aber als mein Küchenchef damals auf mich zukam und sagte, dass er gerne das Restaurant übernehmen würde, habe ich die Chance ergriffen“, sagt Claus Burkhardt. Sein Rat mit dem heutigen Wissen: Zwei bis drei Jahre seien für eine geregelte Betriebsübergabe schon einzuplanen. Schließlich müsse der Übergabe-Vertrag klar formuliert sein. „Das kann man nicht als Laie.“ Daher könne er nur jedem empfehlen, sich Unterstützung bei den Experten der DEHOGA Beratung zu holen.

Dies kann auch sein Nachfolger, Norman Kapfer, bestätigen. 15 Jahre lang war er bereits Küchenchef im „Schlupfwinkel“. „Auch wenn wir uns lange kannten und ich wusste, dass ich einen gut aufgestellten Betrieb übernehme – die Zahlen offenzulegen und einen ehrlichen Vertrag auszuarbeiten ist die Grundlage für eine erfolgreiche Übergabe“, sagt Norman Kapfer. Und dabei sei eine professionelle Begleitung und der neutrale Blick der Experten von außen sehr wichtig und hilfreich gewesen.

 

Nachfolgemoderation kostenlos

Der Nachfolgemoderator der DEHOGA Beratung ist dank Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg aus ESF-Mitteln kostenlos.

Er vermittelt als Netzwerker und Lotse zwischen den Generationen, unterstützt bei Bedarf bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger und erläutert mögliche Nachfolgeszenarien. Dabei werden erfahrene Steuerberater, Juristen oder auch Immobilienmakler in die Beratung mit einbezogen. Zusammen mit allen Beteiligten wird ein Übergabefahrplan entwickelt, auf dem steht wie der Betrieb gesichert in andere Hände übergeben werden kann und gleichzeitig die Alterssicherung der Übergeber gewährleistet wird.

Service

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