Digitalisierungsprämie

Gut in digitalen Fortschritt investiert

Digitalisierung sei für ihn nichts Kompliziertes, sagt Max Rieger vom „Hotel City Krone“ in Friedrichshafen. „Das ist einfach nur Technik, die Arbeitsabläufe effizienter macht.“ Und die Digitalisierungsprämie mache Investitionen in den digitalen Fortschritt gerade auch für kleine und mittlere Unternehmen im Gastgewerbe erschwinglich.

Max Rieger konnte dank der Fördergelder die Digitalisierung im „Hotel City Krone“ in Friedrichshafen voranbringen, beispielsweise mit einer digitalen Info- und Buchungssäule in der Lobby. Foto: Kapitel

 

Der Hotelier hat die Digitalisierungsprämie beantragt und bewilligt bekommen. Die L-Bank-Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau bietet ein Darlehen mit Zinsverbilligung und Tilgungszuschuss.

Für Max Rieger bedeutet das konkret: von den 10 500 Euro, die er in digitale Anwendungen investiert hat, muss er 5000 Euro nicht an die Bank zurückzahlen. „Das ist eine tolle Unterstützung“, sagt Max Rieger.

Die Beantragung der Digitalisierungsprämie sei völlig unkompliziert, der Vorteil: sie läuft über die Hausbank. „Man muss also keine anonymen Fragebögen ausfüllen, sondern kann einfach mit dem persönlichen Berater vor Ort sprechen, der dann den Antrag an die L-Bank in die Wege leitet“, sagt Max Rieger. Im Juli vergangenen Jahres habe er zum ersten Mal Kontakt mit seiner Bank aufgenommen, schon einen Monat später war die Förderung bewilligt.

Die Prämie kann grundsätzlich beantragt werden für technische Lösungen oder Software, die einen Fortschritt im Vergleich zum bisherigen Digitalisierungsstand des Betriebs bewirken. Förderfähig sind z.B. vernetzte Hotelprogramme mit Anbindung von Buchungssystemen, digitalen Schließanlagen oder Kassensystemen. Auch Schulungen zur Einführung der neuen Anwendungen können gefördert werden.

In der Lobby des „Hotels City Krone“ in Friedrichshafen steht nun beispielsweise eine digitale Info- und Buchungssäule, auf der den Gästen Informationen über das Haus, aktuelle Tagesangebote, Events und Sehenswürdigkeiten der Region gezeigt werden. „Die Technik soll nicht den Kontakt der Gäste zu den Rezeptionsmitarbeitern verhindern, sondern ergänzen“, sagt Max Rieger. „Die Buchungssäule zeigt unseren Gästen, dass wir mit der Zeit gehen.“ Außerdem hat Max Rieger die Digitalisierungsprämie genutzt, um die Arbeitsabläufe im Backoffice zu verbessern: mit einem neuen Channel Manager und einer Software zur Ratenplanung mit Mitbewerberanalyse.

Auf die Digitalprämie aufmerksam wurde Max Rieger übrigens durch den Digitallotsen der DEHOGA Beratung. Dieser gibt einen Überblick über die zahlreichen digitalen Anwendungen und berät, welche für den jeweiligen Betrieb sinnvoll sind.

 

Das Wichtigste zur Digitalisierungsprämie auf einen Blick:

  • Für Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigen
  • Förderfähig: Digitalisierungsprojekte, nicht förderfähig: z.B. IT-Grundausstattung
  • Kredithöhe: 10 000 bis 100 000 Euro
  • Tilgungszuschuss: 5 000 Euro bei Finanzierungsbeträgen zwischen 10 000 und 50 000 Euro. Bei Maßnahmen über 50 000 Euro beträgt die Förderung 10 % des Darlehensbetrags.
  • Laufzeit: 5, 7 oder 10 Jahre
  • Antragstellung und Vertragsabschluss bei der Hausbank
  • Sollzinsverbilligung und -bindung: wie Kreditlaufzeit
  • Aktuelle Zinsen und Konditionen unter: www.l-bank.de/digi2018

 

Detailinfos zur Digitalisierungsprämie gibt es bei der DEHOGA Beratung, die auch schon mehrere Gastronomen und Hoteliers erfolgreich bei der Beantragung der Förderung begleitet hat.
Telefon: 0711 619 88-37
Mail: info@dehoga-beratung.de

 

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Stand: Februar 2019