Wegen Datenschutzbestimmungen:

Google Webfonts: Gefahr von Abmahnungen

Stand: 29.07.2022

Derzeit kommt es vermehrt zu Abmahnungen gegenüber Betreibern von Webseiten wegen der Verwendung von Google Webfonts. Dies betrifft auch gastgewerbliche Betriebe.

Viele Webseiten nutzen den Google-Dienst Webfonts. Dabei werden Daten der Besucher von diesen Web-Seiten automatisch an Google übermittelt. Nach einem Urteil des Landgerichts München vom 20. Januar 2022 (Az. 3 O 17493/20) verstößt der Betreiber der Webseite gegen Datenschutzbestimmungen und muss gegebenenfalls Schadensersatzansprüche gegen sich gelten lassen. Denn die Besucher der Webseiten müssten der Weiterleitung ihrer Daten an Google vorher einwilligen. Das ist praxisfremd, denn dafür müsste die Datenschutzerklärung auf der Webseite deutlich erweitert werden.

Betreiber von Webseiten sollten sich daher mit dem Programmierer seiner Homepage in Verbindung setzen und das Problem Google Webfonts ansprechen. Es gibt die Möglichkeit, diesen Dienst weiterzuverwenden, wenn der Dienst lokal auf dem eigenen Server bzw. auf dem Server des Betreibers der Webseite gespeichert ist. Dann gibt es eine statische Verweisung auf Google Webfonts, die auch ohne vorherige Einwilligung des Besuchers zur Weiterleitung seiner Daten an Google datenschutzkonform ist. Dadurch werden die Daten der Besucher nicht automatisch an Google übermittelt.

Quelle: DEHOGA Bundesverband