Maßnahmen in der Energiepreiskrise

DEHOGA kämpft für Energiesicherheit und Energie-Rettungsschirm

Stand: 22.09.2022

Der DEHOGA-Bundesvorstand hat einen Forderungskatalog entwickelt, auf dessen Basis er aktuell zahlreiche Gespräche mit dem Bundeskanzleramt, dem Bundeswirtschaftsministerium und den Regierungsfraktionen führt. Der DEHOGA fordert: Die Gewährleistung der Energiesicherheit und die Entlastung der Unternehmen durch wirksame Maßnahmen zur Deckelung der Energiekosten müssen jetzt oberste Priorität haben.

Die Ergebnisse der letzten Mitgliederumfrage waren eindeutig: Für 90 Prozent der Betriebe sind die steigenden Energiekosten aktuell die größte Herausforderung. Fast 40 Prozent der Betriebe fühlen sich dadurch bereits existenziell bedroht.

Die steigenden Energiekosten spiegeln sich auch im Verbraucherpreisindex von Baden-Württemberg wider. Der Verbraucherpreisindex stieg im August 2022 insgesamt um +7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – auf den bisherigen Jahresspitzenwert. Die Aufwendungen für Energie (Strom, Gas, andere Brennstoffe) erhöhten sich um +40,7 Prozent. Neben den steigenden Preisen für Energie erleben die Betriebe auch deutliche Kostenexplosionen bei Lebensmitteln und Personal. Die Warenkosten legten zum Beispiel um +13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu.

Der Verband erwartet, dass alle sicheren Energiequellen in Deutschland genutzt werden. Das Angebot an verfügbarer Energie darf politisch nicht weiter verknappt werden. Gleichzeitig muss für alle Unternehmen, die existenziell durch die Energiepreisentwicklung betroffen sind, unverzüglich ein Energie-Rettungsschirm auf den Weg gebracht werden. Mit Energiekostenzuschüssen für alle Unternehmensgrößen müssen unfreiwillige Betriebsaufgaben verhindert werden.

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick hat die Erwartungen der Branche in der aktuellen Energiepreiskrise auch im direkten Gespräch mit Bundeskanzler Olaf Scholz im Rahmen der „Konzertierten Aktion“ im Bundeskanzleramt in Berlin vorgetragen. In diesen Tagen finden weitere Gespräche mit der Bundespolitik statt, wie die Energiekosten gedeckelt und die Wirtschaftshilfen ausgestaltet werden können. Über die Ergebnisse der Gespräche wird der Verband seine Mitglieder informieren.

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