Zuwanderung erleichtern

DEHOGA fordert schnelle Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung

Stand: 01.07.2022

Schnelle und pragmatische Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung für das Gastgewerbe fordert DEHOGA-Bundesverbandspräsident Guido Zöllick. Er plädiert für erleichterte Zuwanderungsregeln sowie für eine verbesserte Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten.

„Unsere bestens ausgebildeten Mitarbeiter gehen in alle Welt, da sollte es selbstverständlich sein, auch mit aller Kraft Mitarbeiter aus der ganzen Welt für uns zu gewinnen“, betont Zöllick in einer am 1. Juli 2022 veröffentlichten Pressemitteilung und appelliert an die Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag angekündigte Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zügig anzugehen.

Die Unternehmen der Branche müssten dabei unterstützt werden, fehlenden Fach- und Arbeitskräfte auch aus Drittstaaten einstellen zu können. Dafür sei es unverzichtbar, Verfahren zu vereinfachen, die Beschaffung von Visa zu beschleunigen sowie neue rechtliche Möglichkeiten der gezielten Erwerbsmigration zu schaffen. Um die Beschäftigung von Saisonaushilfen im Gastgewerbe zu ermöglichen, sollten zwischenstaatliche Abkommen mit interessierten Ländern geschlossen werden.

Auch stünden in den Ländern des Westbalkans viele Arbeitskräfte bereit, die gerne in Hotels und Restaurants in Deutschland arbeiten möchten. „Hier müssen die Kapazitäten an den deutschen Botschaften ausgeweitet werden. Die Westbalkanregel muss entfristet und das auf 25.000 Arbeitskräfte begrenzte Kontingent ausgeweitet werden“, appelliert Zöllick. Zudem müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit Geflüchtete aus der Ukraine, die sich eine Beschäftigung wünschen, eine schnellstmögliche Bearbeitung bei den Ausländerbehörden erhalten.

Die zentralen Forderungen und Argumente der Branche zum Thema Fach- und Arbeitskräftesicherung hat der DEHOGA in der Broschüre „Neustart 2022“ zusammengefasst (Seite 30 bis 35).