Corona-Hilfsprogramm bis Jahresende

Überbrückungshilfe III Plus : Änderungen in den FAQs

Stand: 13.10.2021

Nachdem die Überbrückungshilfe III Plus nun offiziell bis zum Jahresende verlängert wurde und entsprechende Anträge bzw. Änderungsanträge ab sofort über einen Prüfenden Dritten (z.B. Steuerberater) gestellt werden können, wurden die FAQs vom Bundesministerium für Wirtschaft und Finanzen in einigen Punkten konkretisiert. Die wichtigsten Details im Überblick.

Wann ist ein Umsatzrückgang nicht mehr Coronabedingt? (Frage 1.2):

Neben Betriebsferien und anderen wirtschaftlichen Faktoren allgemeiner Art sind nun explizit Umsatzrückgänge, die sich aufgrund von Schwierigkeiten in der Mitarbeiterrekrutierung ergeben, nicht coronabedingt. Kann ein Betrieb also nicht wie gewöhnlich geöffnet werden, da nicht genügend Mitarbeiter vorhanden sind, und es entsteht daraus ein Umsatzrückgang zum Referenzmonat im Jahr 2019, so kann für diesen Zeitraum keine Überbrückungshilfe beantragt werden.

Eine Ausnahme besteht dann, wenn der Geschäftsbetrieb durch Quarantäne-Fälle oder Corona-Erkrankungen in der Belegschaft nachweislich stark beeinträchtigt ist; dann ist der daraus resultierender Umsatzeinbruch coronabedingt.

Antragsfrist für die verlängerte Überbrückungshilfe III Plus (Frage 3.7.)

Erstanträge und Änderungsanträge für die Monate Juli bis Dezember 2021 können bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden. Eine Antragstellung ist nur einmal möglich. Änderungsanträge sind hierbei ausgenommen.

Rückwirkende Anträge für die Überbrückungshilfe III (November 2020 bis Juni 2021) können noch bis zum 31.Oktober gestellt werden.

Was bei einer Geschäftsaufgabe bzw. Insolvenz zu beachten ist (Frage 5.1)

Wird die Überbrückungshilfe III Plus nur für Monate im Zeitraum Juli bis September 2021 beantragt, sind die Zuschüsse zurückzuzahlen, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller die Geschäftstätigkeit vor dem 30. September 2021 dauerhaft einstellt.

Wird die Überbrückungshilfe III Plus hingegen auch für mindestens einen Monat im Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragt, sind die Zuschüsse zurückzuzahlen, wenn der Antragsteller seine Geschäftstätigkeit vor dem 31. Dezember 2021 dauerhaft einstellt. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt haben oder das Insolvenzverfahren angemeldet haben, ist ausgeschlossen. Dies gilt auch, wenn ein Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zwar nach dem oben genannten Stichtag (30. September 2021 beziehungsweise 31. Dezember 2021), jedoch vor Auszahlung der Zuschüsse dauerhaft einstellt.

Für welche Monate kann die Restart-Prämie in Anspruch genommen werden (Frage 2.9):

Die Restart-Prämie kann nur für die Monate Juli bis September alternativ zur allgemeinen Personalkostenpauschale in Anspruch genommen werden. Für die Monate Oktober bis Dezember besteht diese Wahlmöglichkeit nicht mehr. Für diese Monate steht nur die allgemeine Personalkostenpauschale zur Beantragung zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Steuerberater und in den FAQs des Bundeswirtschaftsministeriums.