Erhöhtes Kurzarbeitergeld:

Bezugsmonate müssen nicht zusammenhängen

Stand: 15.12.2021

Aufgrund von Nachfragen weist der DEHOGA nochmals darauf hin, dass das erhöhte Kurzarbeitergeld von 70 % ab dem vierten Monat der Kurzarbeit (bzw. 77 % bei einem Kind im Haushalt) sowie 80 % ab dem siebten Monat der Kurzarbeit (bzw. 87 % bei einem Kind im Haushalt) nicht auf Beschäftigte beschränkt ist, die diese Monate durchgängig erreichen. Die Bezugsmonate des einzelnen Arbeitnehmers werden während der Pandemiezeit zusammengezählt.

Das bedeutet: Unterbrechungen der Kurzarbeit des einzelnen Arbeitnehmers (auch über 3 Monate) lösen keinen Neubeginn der individuellen Bezugsdauer aus. Voraussetzung für die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ist jedoch, dass im jeweiligen Bezugsmonat infolge des Arbeitsausfalls ein Entgeltausfall von mindestens 50 % vorlag.

Waren Beschäftigte also beispielsweise während des zweiten Lockdowns von November 2020 bis April 2021 in Kurzarbeit Null, haben dann von Mai 2021 wieder mit mehr als 50 % gearbeitet und sind jetzt seit November 2021 wieder mit mehr als 50 % in Kurzarbeit, haben sie ab Dezember 2021 und bis März 2022 einen Kurzarbeitergeldanspruch in Höhe von 80 bzw. 87 %.

Sofern in einem Monat lediglich Krankengeld in Höhe von Kurzarbeitergeld gezahlt wird, wird dieser Monat nicht berücksichtigt. 

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld finden Interessierte im Corona-Themenbereich, dort unter „Kurzarbeitergeld“