WIR GASTFREUNDE: Appell an die Berufsberater

Vergesst uns nicht: Das Gastgewerbe braucht Auszubildende!

Das Gastgewerbe braucht Auszubildende, auch in der Krise!

Auch wenn Hotels und Gaststätten aktuell stark unter der Krise leiden, werden dort Bewerber für die sechs Ausbildungsberufe gesucht.

Corona-Krise

Infos für Ausbildungsbetriebe

Die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung hat die wichtigsten Informationen für Ausbildungsbetriebe zusammengestellt:

Restart AusbildungRestart Ausbildung

Die Branche startet Schritt für Schritt wieder durch. Die Betriebe stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Vor allem die Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften bekommt einen großen Stellenwert. Zur Unterstützung hat die Fachgruppe Berufsbildung im DEHOGA Baden-Württemberg Ideen und Anregungen gesammelt. Mehr Informationen und die Antragsformulare finden Sie hier

Ausbildungsprämien und ZuschüsseAusbildungsprämien und Zuschüsse

Mittelständische Betriebe des Gastgewerbes, die ausbilden, können von der "Ausbildungsprämie", der "Ausbildungsprämie plus", von Zuschüssen zur Ausbildungsvergütung und Zuschüssen der Ausbildervergütung profitieren. Mehr Informationen und die Antragsformulare finden Sie hier

Kurzarbeit in der AusbildungKurzarbeit in der Ausbildung

Stand: 14.06.21

Kurzarbeit auch bei Übernahme möglich:

Die Restriktionen bei der Neueinstellung von Mitarbeitern während Kurzarbeit(vgl. dazu im Detail DEHOGA-FAQ’s Kurzarbeit) gelten nicht für Auszubildende, die nach Abschluss ihrer Berufsausbildung eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen.

Der Ausbildungsbetrieb kann sowohl seine eigenen Azubis übernehmen als auch ausgebildete Nachwuchskräfte nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung aus einem anderen Betrieb einstellen. Die Einstellungen können in befristete oder in unbefristete Beschäftigung erfolgen. Eine Genehmigung der Arbeitsagentur braucht in solchen Fällen nicht eingeholt zu werden. Auch gibt es kein Risiko, dass eine solche Neueinstellung später zu Problemen führt, falls im Betrieb doch nochmals ein höherer Kurzarbeitsanteil erforderlich wird, der ggf. auch die neue Nachwuchskraft betrifft.

Folgende Punkte müssen beim Thema Kurzarbeit für Auszubildende beachtet werden:

1. Für die Auszubildenden wird erstmalig Kurzarbeit beantragt:

Betriebe müssen – wie auch mit allen anderen Arbeitnehmer/innen – mit den Azubis eine schriftliche Vereinbarung über Kurzarbeit treffen. Dafür gibt es im Servicecenter eine DEHOGA-Mustervorlage.

Um Kurzarbeitergeld für Auszubildende zu beantragen, muss der Beginn und das voraussichtliche Ende der Kurzarbeit bei der Bundesagentur für Arbeit angegeben werden. Ein Antrag für Kurzarbeitergeld von Auszubildenden ist erst dann möglich, wenn 42 Ausfalltage stattgefunden haben. Das Berufsbildungsgesetz (§ 19 BBiG) sieht vor, dass der Ausbildungsbetrieb für 42 Tage die Ausbildungsvergütung voll umfänglich weiterzahlen muss (sechswöchige Entgeltfortzahlung) – selbst wenn in dieser Zeit keine Ausbildung stattfinden kann. Alle Arbeitstage, in denen der Azubi weniger als vier Stunden im Einsatz ist, werden als Ausfalltag gezählt. Urlaubstage, Krankheit und Berufsschule gelten nicht als Ausfalltage.

Ab dem 43. Ausfalltag können die Auszubildenden in Kurzarbeit aufgenommen werden.

Ein Beispiel für die Berechnung von Ausfalltagen:

Aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg, die am 02.11.2020 verändert wurde, ist dieses Datum als Beginn der Ausfallzeit heranzuziehen, da ab diesem Zeitraum der Lockdown begonnen hat und somit eine geordnete Ausbildung nicht mehr möglich war. Wurde ab diesem Datum nur stundenweise ausgebildet, endet der Ausfallzeitraum von 42 Kalendertagen am 13.12.2020.

Ab dem 14.12. können die Auszubildenden in Kurzarbeit aufgenommen werden.

2. Die Auszubildenden waren schon mal in Kurzarbeit und sollen nun erneut in Kurzarbeit geschickt werden:

Wichtig: Die 42-Tage-Frist gilt bedauerlicherweise auch für Betriebe, die ihre Azubis nun zum zweiten Mal in Kurzarbeit schicken müssen – zumindest dann, wenn sie diese vor mindestens drei Monaten wieder aus der Kurzarbeit zurückgeholt haben. Der DEHOGA kritisiert diese 42-Tage-Regelung und die mit ihr verbundene Doppelbelastung für Ausbildungsbetriebe. Eine Alternative zur Kurzarbeit können für betroffene Betriebe Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung sein (siehe Punkt 3 am Ende des Textes).

Wie gehen Betriebe konkret vor?

Ausbildungsbetriebe sollten prüfen, ob eine neue Vereinbarung mit dem Auszubildenden erforderlich ist. Hier ist es von Bedeutung, wie lange der Betrieb insgesamt in der Zwischenzeit nicht in Kurzarbeit war. Wenn der Betrieb die Kurzarbeit  weniger als drei Monate lang ausgesetzt hat, werden die bereits erfolgten Ausfalltage berücksichtigt.

Die Auszubildenden werden dann in die darauffolgende Kurzarbeits-Abrechnung aufgenommen.

Wenn der Betrieb insgesamt drei Monate oder länger die Kurzarbeit ausgesetzt hat, muss die Kurzarbeit neu beantragt werden. Dadurch müssen die Ausfalltage für die aktuelle Antragsstellung neu berechnet werden. Ab dem 43. Ausfalltag können die Auszubildenden in Kurzarbeit aufgenommen werden.

Ein Beispiel:

Der Ausbildungsbetrieb war bis zum 31.07.2020 in Kurzarbeit. Zwischen August und Oktober aber nicht. Somit hat der Betrieb die Kurzarbeit drei Monate lang ausgesetzt. Dadurch hat der Auszubildende nach § 19 BBiG  für die Dauer von sechs Wochen einen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung. Die Ausfalltage müssen neu berechnet werden und können nicht vom ersten Zeitraum der Kurzarbeit übertragen werden.

3. Alternative zur Anmeldung von Kurzarbeitergeld für Auszubildende:

Wer im Rahmen des Programms „Ausbildungsplätze sichern!“ förderfähig ist (d. h. nicht mehr als 249 rechnerische Vollzeit-Beschäftigt hat) und mindestens 50 % Arbeitsausfall im Betrieb verzeichnet, kann einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung von 75 % beantragen, wenn er Azubis und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schickt.

Alle Informationen und Formulare zum Zuschuss zur Ausbildungsvergütung finden DEHOGA Mitglieder HIER.

Vorsicht bei Urlaub der Azubis in Kurzarbeit:

Die Frage, ob für Auszubildende auch Kurzarbeit beantragt werden kann, konnte der DEHOGA Baden-Württemberg mit der zuständigen Agentur für Arbeit – Regionaldirektion Baden-Württemberg klären.

Hierzu haben wir Sie bereits informiert, mit Auszubildenden kann Kurzarbeit ab der siebten Woche der Betriebsschließung beantragt werden, wenn ein „schwerwiegender Fall“  wie beispielsweise bei angeordneter Betriebsschließung oder Betriebseinschränkung durch die Corona-VO des Landes BW.

Laut Berufsausbildungsgesetz sind Auszubildende zunächst für sechs Wochen (= 42 Ausfalltage) weiter zu vergüten, selbst wenn die Ausbildung nicht oder nur eingeschränkt stattfindet. Die Tage der Nicht- oder nur sehr eingeschränkten Beschäftigung werden als Ausfalltage gerechnet. Ab dem 43. Ausfalltag kann dann KuG beantragt werden.

Bitte beachten Sie, dass während Kurzarbeit Urlaub nicht zur Ausfallzeit zählt, konkret bedeutet dies, dass ein Azubi, der sich in Kurzarbeit befindet und Urlaub hat, regulär mit seiner Ausbildungsvergütung entlohnt werden muss. Hat er z.B. in einem Monat 5 Tage Urlaub, dann erhält er für die eine Woche die reguläre Ausbildungsvergütung und für die restlichen 3 Wochen seine gekürzte Vergütung im Rahmen der vereinbarten Kurzarbeit.

Bei Besuch der Berufsschule verhält es sich gleichermaßen. Der Besuch von Präsenzunterricht im Rahmen der Blockbeschulung ist ebenfalls keine Ausfallzeit und muss somit auch regulär vergütet werden. Erfolgt der Unterricht für maximal 4 Stunden in digitaler Form, dann kann dieser Tag als Ausfalltag beurteilt werden. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf die korrekte Erfassung der Arbeitszeiten und damit auch Ausfallzeiten, da diese die Grundlage für die Abrechnung mit der Agentur für Arbeit darstellt.

Wie die einzelnen Ausfallzeiten genau ermittelt werden, was bei Urlaub und Krankheit zu beachten ist und weitere wichtige Informationen zum Thema Kurzarbeit für Azubis finden DEHOGA-Mitglieder in diesem Merkblatt

Betriebe müssen – wie auch mit den Arbeitnehmer/innen – mit den Azubis eine schriftliche Vereinbarung über Kurzarbeit treffen. Dafür gibt es im Servicecenter eine DEHOGA-Mustervorlage

Umfangreiche Informationen und Unterlagen zu Kurzarbeit gibt es online unter www.arbeitsagentur.de

Unterricht an BerufsschulenUnterricht an Berufsschulen

Stand: 23.06.2021

Aktuell konzentrieren sich alle Beteiligten auf die Durchführung der Abschlussprüfungen im Juni, hier werden umfängliche Maßnahmen ergriffen, um den Auszubildenden eine erfolgreiche Teilnahme zu ermöglichen. Aufgrund der sinkenden Inzidenz erfolgt eine schrittweise Rückkehr in den Präsenzunterricht. Zudem wird über weitere Lockerungen diskutiert.

Detaillierte Informationen zum aktuellen Stand der Dinge erhalten Sie über die jeweiligen Webseiten der Berufsschulen.

Ausbildungsverhältnisse unterliegen besonderen Rechtsvorschriften, wer arbeitsrechtliche Fragen hat, wendet sich bitte an seine DEHOGA-Geschäftsstelle

Bei Fragen rund um die Ausbildung wenden Sie sich bitte an die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung:

Frau Dunja Schlamminger
Tel. 0711 61988-17
E-Mail: schlamminger@dehogabw.de

(Stand: 23.06.2021)

Sitzung der Fachgruppe Berufsbildung Juni 2021

In der digitalen Sitzung der Fachgruppe Berufsbildung im DEHOGA Baden-Württemberg wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt.

Zum Bericht

FAQs zum Thema Ausbildung

Landesregierung lockert Maskenpflicht an den Schulen:

Kultusministerium Baden-Württemberg

Häufige Fragen und Antworten zu Corona während der Ausbildung:

IHK Region Stuttgart

WIR GASTFREUNDE

Azubis der Landesberufsschule Villingen-Schwenningen sagen in diesem kurzen Film, warum sie gerne im Gastgewerbe arbeiten: