Überbrückungshilfe III

Antrag für Gesamt-Förderzeitraum nicht immer sinnvoll

Stand: 18.02.21

Viele Betriebsinhaber fragen sich, ob Sie "Überbrückungshilfe III" gleich für den kompletten Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 beantragen müssen. Nach Auskunft des Bundeswirtschaftsministeriums ist dies nicht der Fall. So soll eine Möglichkeit zur stufenweisen Beantragung des Überbrückungshilfe III für einen Teil des Förderzeitraums geschaffen werden, ebenso die Möglichkeit von Änderungsanträgen. Für Betriebe in Baden-Württemberg ist das eine wichtige Information, denn die "Stabilisierungshilfe Corona II" – das Landes-Hilfsprogramm, kann nur für Monate beantragt werden, in denen kein Überbrückungshilfe III-Antrag gestellt wurde. Für viele Betriebe bringt die Stabilisierungshilfe II nach Einschätzung des DEHOGA aber einen höheren finanziellen Ausgleich als die Überbrückungshilfe III.

Bei der Überbrückungshilfe III (Hilfsprogramm des Bundes) kann ein Antrag über den gesamten Förderzeitraum von acht Monaten (November 2020 bis Juni 2021) gestellt werden. (Für die Monate November und Dezember 2020 sind allerdings nur die Betriebe für die Überbrückungshilfe III antragsberechtigt, die keine November- und Dezemberhilfe beantragen können.)

Die Stellung des Antrages über einen möglichst langen Zeitraum kann sinnvoll sein, da die Höhe der Abschlagszahlungen von der Anzahl der beantragten Fördermonate abhängt. Bei einer Antragstellung über den maximalen Förderzeitraum von 8 Monaten sind das also maximal 8 x 100.000 Euro. Wenn man für einen kürzeren Zeitraum, beispielsweise zunächst für Januar und Februar 2021, beantragt, wäre die maximale Abschlagszahlung in diesem Beispiel auf 200.000 Euro begrenzt.

Bei einer Beantragung bis Ende Juni 2021 sind für die Monate nach Antragsstellung Prognosen anzustellen. Um hohe Rückzahlungen zu vermeiden, kann die Prognose vorsichtig ausfallen. Wenn der tatsächliche Umsatzeinbruch im Prognosezeitraum höher liegt als prognostiziert, kann ein Änderungsantrag gestellt werden. Diese Funktion ist allerdings derzeit noch nicht verfügbar.

Eine Beantragung der Überbrückungshilfe III für einen kürzeren Zeitraum als 8 Monate – z.B. November 2020 bis Februar 2021 – ist grundsätzlich ebenfalls möglich. Dann fallen die Abschlagszahlungen entsprechend geringer aus. Für weitere Monate kann dann per Änderungsantrag die Überbrückungshilfe III beantragt werden. (Diese Funktion ist ebenfalls noch nicht verfügbar).

Wichtiger Hinweis für Betriebe aus Baden-Württemberg: Die „Stabilisierungshilfe II“  (Hilfsprogramm des Landes) kann nur für Monate beantragt werden, in denen keine Überbrückungshilfe III beantragt wird. Deshalb sollte zunächst geprüft werden, für welche Monate welches Hilfsprogramm die besten Ergebnisse bringt. Nach Einschätzung des DEHOGA Baden-Württemberg bringt die „Stabilisierungshilfe II“ für viele Betriebe im Land einen höheren finanziellen Ausgleich. Der DEHOGA empfiehlt seinen Mitgliedern, ihre Steuerberater darauf hinzuweisen.

Im Antrag auf Überbrückungshilfe III sollten dann diejenigen Monate, für die Stabilisierungshilfe II beantragt wird, ausgelassen werden. Das ist ohne Risiko möglich, denn nachträgliche Änderungen am Überbrückungshilfe III-Antrag sollen laut Bundeswirtschaftsministerium bald ermöglicht werden.

Informationen zu den Corona-Hilfen finden Sie hier.
Fragen zu Förderprogrammen beantwortet die DEHOGA Beratung.
Telefon (0711) 6198837), info@dehoga-beratung.de