Bilanz 2020 im Gastgewerbe

Umsatz-Einbruch durch Corona-Krise

Stand: 19.02.21

Restaurants und Hotels verzeichnen im Zuge der Corona-Krise im Jahr 2020 einen nie dagewesenen Umsatzeinbruch. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, setzte das Gastgewerbe in Deutschland real (preisbereinigt) 39 Prozent weniger um als 2019, wobei die Monate Januar und Februar noch ein Umsatzplus aufwiesen. Die Zahlen für Baden-Württemberg liegen seit heute ebenfalls vor – sie bewegen sich im allgemeinen Bundestrend.

Über die Umsatzentwicklung im Detail und die dringende Notwendigkeit einer Öffnungsperspektive berichtet der DEHOGA Bundesverband heute in einer Pressemitteilung.

In Baden-Württemberg verzeichnete das Hotel- und Gaststättengewerbe nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Zeitraum Januar bis Dezember 2020 einen Umsatzrückgang um 38,7% (preisbereinigt). Im Monat Dezember 2020 betrug der Rückgang lockdownbedingt 74,1 Prozent.

Aufs Gesamtjahr gerechnet war der Rückgang im baden-württembergischen Beherbergungsgewerbe mit einem Minus von 45,6 %  höher als in der Gastronomie (– 35%). Innerhalb der Segmente gibt es jedoch deutliche Unterschiede: So hat die Krise erwartungsgemäß die getränkegeprägte Gastronomie im Land besonders hart getroffen. Sie verzeichnete einen Umsatzrückgang von 56,1%. Da in den Zahlen des Statistischen Landesamtes auch die „normalen“ Vorkrisen-Monate Januar und Februar eingerechnet sind, ist von noch höheren Einbrüchen im Zeitraum März bis Dezember 2020 auszugehen.