TOP-Ausbildungsbetrieb

Neues bundeseinheitliches Ausbildungssiegel

Der Startschuss ist gefallen: Ausbildungsbetriebe können sich ab diesem Jahr als „TOP-Ausbildungsbetrieb“ zertifizieren lassen. Das neue Gütesiegel des DEHOGA gilt für ganz Deutschland. Das „Ausbilderversprechen“, das der DEHOGA Baden-Württemberg entwickelt hat, wird noch bis 30. September 2020 vergeben. Betriebe, die daran teilnehmen, erhalten Bestandsschutz.

Das neue, deutschlandweit einheitliche Siegel soll Gastronom/innen und Hotelier/innen helfen, die Ausbildungsqualität im Betrieb zu sichern und sich als gute Ausbilder/innen zu profilieren im Wettlauf um Nachwuchskräfte. Zudem hat die Zusammenfassung zu einem bundesweiten Zertifikat den Vorteil, dass sich Auszubildende besser auf dem Arbeitsmarkt orientieren und einen passenden Ausbildungsbetrieb finden können.

Das Besondere am „TOP-Ausbildungsbetrieb“: die Azubis werden regelmäßig online befragt, ob der Betrieb die Kriterien des Zertifikats einhält. Die Rückmeldungen spiegeln also die Ausbildungsqualität und sind die Basis für ein kontinuierliches Qualitätsmanagement.

Bei Betrieben mit weniger als vier Azubis wird keine Azubi-Befragung durchgeführt, da die Anonymität der Auszubildenden nicht gewährleistet werden kann . Stattdessen muss mindestens ein Auszubildender den Betriebsfragebogen mit unterschreiben und die Einhaltung der Standards bestätigen. Mitmachen können also alle Betriebe im Gastgewerbe, die ausbilden – egal ob groß oder klein, in der Stadt oder auf dem Land, Individual- oder Systemgastronomie.

„Wir haben besonderen Wert darauf gelegt, dass der Aufwand der Zertifizierung auch für kleinere Betriebe gut zu bewältigen ist“, betont Martin Bosch, Vorsitzender der Fachgruppe Berufsbildung des DEHOGA Baden-Württemberg, der gemeinsam mit weiteren Fachgruppenvertretern aus Baden-Württemberg, an der Entwicklung des neuen Ausbildungsgütesiegels beteiligt war.

Qualitätssicherung und Imagegewinn

Betriebe, die das Siegel beantragen wollen, verpflichten sich zwölf Leitsätze einzuhalten. Diese beziehen sich auf alle Stationen einer Ausbildung, von der Einarbeitung über die Fortbildung – auch der Ausbilder/innen – bis hin zur Abschlussprüfung. Die Ausbildungsbetriebe verpflichten sich etwa, einen „Paten“ für die Azubis zu benennen, und Aspekte wie Wertschätzung oder Work-Life-Balance zu verwirklichen.

Neben der Qualitätssicherung der Ausbildung profitieren Betriebe auch vom Imagegewinn durch das öffentlichkeitswirksame Siegel. Nach erfolgreicher Zertifizierung werden Betriebe auf www.topausbildung.de mit einer Unternehmensbeschreibung veröffentlicht. Zudem erhalten teilnehmende Betriebe zu Marketingzwecken das Logo des Qualitätssiegels sowie eine E-Mail-Signatur, sowie ein Zertifikat und einen Aufkleber zum Aushang im Betrieb.

Betriebe, die beim baden-württembergischen Ausbilderversprechen oder beim bundesweiten „TOP-Ausbildungsbetrieb“ mitmachen, werden in der Ausbildungsplatzbörse von WIR GASTFREUNDE, der vom Land geförderten Nachwuchskampagne des DEHOGA Baden-Württemberg, besonders hervorgehoben.

Kosten und Anmeldung

Die Zertifizierung gilt drei Jahre, die Kosten richten sich nach der Anzahl der Azubis im Betrieb:
1-3 Azubis 50 Euro netto pro Jahr
4-25 Azubis 100 Euro netto pro Jahr
26-50 Azubis 150 Euro netto pro Jahr
51-100 Azubis 200 Euro netto pro Jahr
mehr als 100 Azubis 250 Euro netto pro Jahr

Stichtag für die Ermittlung der Anzahl der Auszubildenden ist der Tag der Antragstellung.
Nicht-Mitgliedsbetriebe zahlen einen Aufschlag von 100 Prozent auf diese Staffel.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen, Leitsätze und das Anmeldeformular gibt es ab sofort auf www.topausbildung.de