Anträge schon nächste Woche möglich

Land hilft dem Gastgewerbe

Gute Nachricht für das Gastgewerbe: Das Land Baden-Württemberg legt ein eigenes Hilfsprogramm für die Branche im Gesamtvolumen von 330 Millionen Euro auf. Anträge sollen schon nächste Woche (KW 27) gestellt werden können.

Gefördert werden Betriebe der Branche, die einen Liquiditätsengpass belegen können. Sie erhalten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss des Landes der sich an der Höhe des Liquiditätsengpasses bemisst und der, in Abhängigkeit von der Beschäftigtenzahl, nach oben gedeckelt ist. „Dieses Förderprogramm, für das unser DEHOGA-Landesverband massiv gekämpft hat, wird vielen Betrieben des Gastgewerbes helfen. Dass Baden-Württemberg als erstes Bundesland ein solches Programm auf den Weg bringt, ist ein starkes Signal an unsere Branche, für das wir sehr dankbar sind“, betont DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt. „Vom Landesprogramm profitieren insbesondere die Betriebe, für die die Voraussetzungen der branchenübergreifenden Überbrückungshilfen des Bundes nicht optimal passen.“

Wie funktioniert das Landesprogramm?

Die „Stabilisierungshilfe Corona“ für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Baden-Württemberg soll mit einer einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuwendung der Überbrückung eines Liquiditätsengpasses für weitere drei Monate dienen. Gefördert werden in Abhängigkeit des tatsächlichen Liquiditätsengpasses bis zu

  • 3.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Betriebe sowie
  • 2.000 Euro für jeden Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) für drei Monate der antragsberechtigten Betriebe.

 

Die Förderung wird ausschließlich für gewerbliche Unternehmen, Soloselbständige und Sozialunternehmen aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe gewährt, die unmittelbar infolge der durch das Coronavirus ausgelösten Corona-Pandemie in Liquiditätsengpässe geraten sind. Es ist zu erwarten, dass der Liquiditätsengpass über einen Steuerberater belegt werden muss. Anders als bei den „Corona-Soforthilfen“ wird auf eine Deckelung der Betriebsgröße verzichtet, damit alle gastgewerblichen Betriebe im Land eine Unterstützung erhalten können.

Antragsverfahren ähnlich wie bei Corona-Soforthilfen

Um eine möglichst kurzfristige Umsetzung und Auszahlung der Zuschüsse zu ermöglichen, soll die Abwicklung der Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe durch die L-Bank realisiert werden. Die Vorprüfung der Anträge soll durch die Industrie- und Handelskammern erfolgen. Dieses Verfahren hat sich bereits bei den „Corona-Soforthilfen“ Anfang April bewährt.

Wichtig: Aktuell steht noch nicht fest, ob und wie die von der Bundesregierung angekündigten „Überbrückungshilfen“ und die vom Land beschlossenen „Stabilisierungshilfen“ kombiniert werden können. Der DEHOGA Baden-Württemberg klärt aktuell offene Fragen und wird seinen Mitgliedern in Kürze Arbeits- und Entscheidungshilfen zur Antragsstellung zur Verfügung stellen.  Der DEHOGA rät seinen Mitgliedern, im Interesse optimaler Ergebnisse diese Informationen und Arbeitshilfen auf jeden Fall noch abzuwarten.

Informationen der Landesregierung zu den Stabilisierungshilfen für das Gastgewerbe finden Sie HIER

(Stand: 24.06.2020)