Arbeitsagentur informiert

Grundsicherung in der Krise

Die Corona-Krise trifft viele Menschen im Gastgewerbe extrem hart: Zum Beispiel Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder die aufgrund der Krise auf Teile ihres Einkommens verzichten müssen. Aber auch (Klein-)unternehmer und Selbständige können schnell in Not geraten, denn sie erhalten weder Kurzarbeiter- noch Arbeitslosengeld. 

Wer durch die Krise in wirtschaftliche Not gerät, kann staatliche Grundsicherungsleistungen beantragen. Grundsicherung kann jede hilfebedürftige Person beantragen, die zu wenige oder keine Mittel hat, um den Lebensunterhalt für sich (und die eigene Familie) sicherzustellen.

Dies umfasst zunächst einen Regelbedarf für den persönlichen Lebensunterhalt. Eine erwachsene alleinstehende Person erhält aktuell 432 Euro. Kinder erhalten je nach Alter einen Regelbedarf von 250 bis 354 Euro. Außerdem hängt der Regelbedarf davon ab, ob zum Beispiel noch ein (hilfebedürftiger) Partner mit im Haushalt lebt. Mietkosten (Nettomiete, Nebenkosten, Heizkosten) können zusätzlich übernommen werden.

Anträge können formlos telefonisch, per E-Mail oder per (Haus-) Post beim zuständigen Jobcenter gestellt werden. Informationen und Antragsformulare zum Thema Grundsicherung gibt es unter www.arbeitsagentur.de/corona-grundsicherung

 

Ebenso kann jeder einkommensschwache Bürger Wohngeld beantragen. Informationen hierzu gibt es unter www.wohngeld.org/einkommen.html

Arbeitgeber im Gastgewerbe sind aufgefordert, ihre von der Krise betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese Informations- und Unterstützungsmöglichkeit hinweisen.

Wie die Arbeitsagentur in einer Pressemitteilung schreibt, plant der Gesetzgeber, das Antragsverfahren befristet zu vereinfachen. Die neuen Regeln sollen voraussichtlich in den nächsten Wochen in Kraft treten. Nach aktuellem, vorläufigen Stand des Gesetzgebungsverfahrens, soll für einen Zeitraum von sechs Monaten unter anderem in der Regel darauf verzichtet werden, das vorhandene Vermögen zu prüfen. Auch die Prüfung, ob die Miete angemessen ist, soll ausgesetzt werden.

Stand: 26.03.2020