DEHOGA-Umfrage bei Ausbildungsbetrieben:

Wer trotz Corona-Krise ausbildet, kann mit Unterstützung rechnen

Die Corona-Krise stellt die Ausbildungsbetriebe vor großen Herausforderungen. Das zeigt eine Umfrage des DEHOGA, an der sich 425 Ausbildungsbetriebe aus Baden-Württemberg beteiligt haben.

Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze: Für das neue Ausbildungsjahr, beginnend ab August/September 2020, hat fast jeder dritte Betrieb (31%) der Umfrageteilnehmer beschlossen, das Ausbildungsangebot aufrecht zu erhalten. Davon wollen 27,5% der Betriebe die gleiche Anzahl an Ausbildungsplätze anbieten wie zuvor. 3,5% der Betriebe wollen im neuen Ausbildungsjahr sogar mehr Ausbildungsverträge abschließen. Dagegen geht nahezu jeder zweite Betrieb (49,5%) von negativen Auswirkungen auf das Ausbildungsangebot aus. 26,2% der Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass sie in diesem Jahr keine neuen Ausbildungsverträge abschließen werden und 14,2% werden weniger neue Ausbildungsplätze anbieten als sonst. 4,9% der Ausbildungsbetriebe gehen davon aus, dass sie in Zukunft nicht mehr ausbilden werden.

Ausbildungsprämien für das Gastgewerbe

Im Konjunkturpaket der Bundesregierung sind Ausbildungsprämien für ausbildungsbereite Betriebe beschlossen worden. Kleine und mittelständische Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, werden gefördert. Sie sollen nach letzten Informationen eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro erhalten, die nach der Probezeit ausgezahlt wird, für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Betriebe, die das Angebot sogar erhöhen, sollen für die zusätzlichen Ausbildungsverträge 3.000 Euro erhalten.

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg fördert mit seinem Programm "Azubi transfer – Ausbildung fortsetzen" Betriebe mit einer Prämie in Höhe von 1.200 Euro, wenn sie einen Auszubildenden nach Insolvenz des bisherigen Ausbildungsbetriebs während seiner Ausbildung übernehmen.

Außerdem hat das Land Baden-Württemberg mit dem Programm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“ beschlossen, kurzarbeitende Betriebe, die für mindestens vier Wochen Dauer ihre Auszubildenden in einem Partnerbetrieb ausbilden lassen, ab sofort mit 1.000 Euro zu fördern.

Der DEHOGA macht politisch Druck und informiert, sobald feststeht, wie Ausbildungsbetriebe die entsprechenden Zuschüsse beantragen können.

DEHOGA unterstützt

Der DEHOGA Baden-Württemberg unterstützt und fördert ausbildungsbereite Betriebe in vielfacher Weise.

Im Rahmen der DEHOGA-Nachwuchskampagne WIR GASTFREUNDE bieten sich viele Möglichkeiten, auf die Ausbildung im Gastgewerbe aufmerksam zu machen. Mit dem interaktiven Bus, dem Gastro-Mobil, gelingt es uns Schulabgängern, die gastgewerblichen Ausbildungsberufe näherzubringen.

Mehr zum GastroMobil erfahren Sie HIER

Was können Betriebe machen, um qualifizierte Bewerbungen zu bekommen? Der DEHOGA Baden-Württemberg empfiehlt den ausbildungsbereiten Betrieben, sich in der Ausbildungsplatzbörse von WIR GASTFREUNDE einzutragen und so deutlich zu machen, dass sie Ausbildungsplätze und/oder Praktika anbieten.

Mehr zur Ausbildungsplatzbörse erfahren Sie HIER

Online-Seminare der DEHOGA Akademie helfen Auszubildenden bei Ihrer Prüfungsvorbereitung.

Alle Informationen finden Sie unter: www.dehoga-akademie.de

Stand: 25.06.2020

Kommentar

Martin Bosch, Vorsitzender der DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung

Jeder Ausbildungsplatz zählt

Umfrageergebnisse

Die ausführliche Auswertung der Umfrage in Baden-Württemberg lesen Sie

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