Videobeiträge Ausbildung

Wie die Ausbildung an der Landesberufsschule und im Internat des Gastgewerbes in Corona-Zeiten funktioniert, sehen Sie hier in diesen sechs Videos:

Corona-Krise

Infos für Ausbildungsbetriebe

Um auch in der derzeitigen Situation die Ausbildung in der Berufsschule und im Betrieb so gut wie möglich durchführen zu können, hat die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung die wichtigsten Informationen für Ausbildungsbetriebe zusammengestellt.

 

Azubis und Kurzarbeit:

Die Frage, ob für Auszubildende auch Kurzarbeit beantragt werden kann, konnte der DEHOGA Baden-Württemberg mit der zuständigen Agentur für Arbeit – Regionaldirektion Baden-Württemberg klären. Für Auszubildende kann Kurzarbeit ab der siebten Woche der Betriebsschließung beantragt werden, wenn ein „schwerwiegender Fall“ vorliegt. Dies ist laut IHK Stuttgart aufgrund der aktuellen Corona-Krise der Fall.

„Wir begrüßen, dass Kurzarbeit für Auszubildende nun ermöglicht wird. Das hilft den Ausbildungsbetrieben, diese extrem schwierige Situation gemeinsam mit den Auszubildenden zu überbrücken“, sagt Martin Bosch, Vorsitzender der Fachgruppe Berufsbildung des DEHOGA Baden-Württemberg.

Laut Berufsausbildungsgesetz sind Auszubildende zunächst für sechs Wochen weiter zu vergüten, selbst wenn die Ausbildung nicht oder nur eingeschränkt stattfindet. In den von der Corona-Krise stark betroffenen gastgewerblichen Betrieben ist dies nun seit der politisch verordneten Schließung am 17. März der Fall. Dieses Datum ist also als Beginn der Ausfallzeit heranzuziehen.

Wie die Ausfallzeiten genau ermittelt werden, was bei Urlaub und Krankheit zu beachten ist und weitere wichtige Informationen zum Thema Kurzarbeit für Azubis finden DEHOGA-Mitglieder in diesem Merkblatt

Betriebe müssen – wie auch mit den Arbeitnehmer/innen – mit den Azubis eine schriftliche Vereinbarung über Kurzarbeit treffen. Dafür gibt es im Servicecenter eine DEHOGA-Mustervorlage

 

Kurzarbeit auch bei Übernahme möglich:

Viele Betriebe befürchten, aufgrund der Übernahme von Auszubildenden kein Kurzarbeitergeld beantragen zu können. Doch diese Sorge ist unbegründet: Wenn Auszubildende nach ihrer Ausbildung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, kann auch für sie Kurzarbeitergeld beantragt werden, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, mitteilt.

Die zeitnahe Übernahme von Auszubildenden oder Studienabgängern in ein befristetes oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis gehöre zu den zwingenden Gründen für einen Personalaufbau trotz Bezug von Kurzarbeitergeld.

Eine vorherige Genehmigung der Übernahme durch die Arbeitsagentur ist nicht erforderlich. Unternehmen und Betriebe geben, wenn sie Kurzarbeitergeld für den betreffenden Monat abrechnen, ergänzend zu dem Leistungsantrag eine kurze Erklärung ab, dass sich die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer – und ggf. auch die Zahl der Kurzarbeitenden – erhöht hat, weil der/ die ehemalige Auszubildende übernommen wurde. Sollten die Abrechnungsunterlagen online hochgeladen werden, kann dazu beispielsweise ein separates Dokument als „Sonstiges“ kommen.

Umfangreiche Informationen und Unterlagen zu Kurzarbeit gibt es online unter www.arbeitsagentur.de

 

Ende der Ausbildung/ praktische Prüfungen:

Aufgrund der coronabedingten Verschiebungen der schriftlichen Abschlussprüfungen, die am 22.-23. Juni stattgefunden haben, werden die Landesberufsschulen die Prüfungsergebnisse des schriftlichen Teils bis spätestens Mitte Juli an die jeweiligen Kammern übermitteln.

Je nachdem, wann die praktische Prüfung stattfindet, gelten folgende Szenarien:

1. Die Noten der schulischen Abschlussprüfung liegen der IHK noch nicht vor:

Es kann vom Prüfungsausschuss nur über das Ergebnis der praktischen Prüfung Auskunft erteilt werden. Es gibt noch kein Gesamtergebnis aus schriftlicher und praktischer Prüfungsleistung. Das heißt konkret:

a) Bei komplett bestandener Prüfungsleistung ist der letzte Tag der Ausbildung der Tag, an dem der Betrieb das IHK-Abschlusszeugnis per Post erhält. 

b) Der Azubi hat den schriftlichen Teil nicht bestanden, kann aber über eine mündliche Ergänzungsprüfung noch bestehen: Kann der Auszubildende den schriftlichen Prüfungsteil noch ausgleichen, wird die zuständige IHK zu einem mündlichen Ergänzungsgespräch einladen.  Besteht der Azubi diesen Teil ist das Ende der Tag der bestandenen mündlichen Ergänzungsprüfung.

c) Wird ein Teil der Prüfung oder beide Prüfungsteile nicht bestanden, endet das Ausbildungsverhältnis mit dem im Ausbildungsvertrag hinterlegtem Enddatum oder der Ausbildungsvertrag wird bis zum kommenden Prüfungstermin verlängert (Winterprüfung). 

2. Die Noten der schulischen Abschlussprüfung liegen der IHK vor:

Der Azubi bekommt, wie bisher auch, am Tag der praktischen Prüfung (ggf. mit mündlicher Ergänzungsprüfung)  eine Bescheinigung ausgestellt, ob er bestanden hat oder nicht.  Bei bestandener Prüfungsleistung endet das Ausbildungsverhältnis am Tag der praktischen Prüfung ansonsten gilt das im Ausbildungsvertrag hinterlegte Enddatum oder der Ausbildungsvertrag wird bis zum kommenden Prüfungstermin verlängert (Winterprüfung).  

 

Unterricht an den Berufsschulen:

Die Beschulung der Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe ist planmäßig am Montag, 4. Mai, an den vier Landesberufsschulen gestartet. Die Abstandsregelungen können gut in der Praxis umgesetzt werden, so die ersten positiven Rückmeldungen aus den Landesberufsschulen. Die Öffnung der Maria-Merian-Schule folgte ab dem 25. Mai. Details zu Uhrzeiten, Schulstart und Unterkunft stehen auf den  jeweiligen Homepages (s. unten). Zudem informieren die Schulen selbst die Azubis und Ausbildungsbetriebe.

Seit dem 20. April werden die Azubis, die Berufsschulunterricht hätten, in digitaler Form beschult. Sie werden von den Schulen mit Lernstoff versorgt und müssen diesen zuhause selbst aufbereiten. Ausbilder sind dazu aufgerufen, den Auszubildenden die Zeit zu geben, sich die Inhalte anzueignen und sie dabei zu unterstützen. Auf den Homepages der Schulen können Ausbilder/innen sehen, auf welchem Weg die Azubis mit digitalem Lernstoff versorgt werden. Ausbilder/in können jederzeit ihren Azubi darum bitten, dass sie die Unterlagen, die er von der Schule erhält, einsehen möchten. So können sie den Lernerfolg besser einzuschätzen.

 

Bad Überkingen: www.landesberufsschule.de  

Villingen-Schwenningen: www.hoga-vs.de

Calw: www.jgds-calw.de

Tettnang: www.lbshoga.de

Waiblingen: www.maria-merian-schule.de

 

Ideen für die Ausbildung im Betrieb:

  • Unterstützung für Auszubildende und Ausbilder/innen gibt es auch im neuen, kostenlosen Online-Lernangebot der DEHOGA Akademie, z.B. das Seminar "In herausfordernden Zeiten Azubis führen und fördern" oder Prüfungsvorbereitung als virtueller Workshop. Mehr Infos unter www.dehoga-akademie.de/elearning
  • www.hogafit.de, das Online-Lernportal der DEHOGA Akademie und der AHGZ, bietet 10 kostenlose Online-Kurse an, die der Azubi zuhause am PC machen kann, man muss sich registrieren (kostenlos) und bekommt bei erfolgreicher Durchführung ein Zertifikat, weitere Onlineangebote sind in Planung

 

Ausbildungsverhältnisse unterliegen besonderen Rechtsvorschriften, wer arbeitsrechtliche Fragen hat, wendet sich bitte an seine DEHOGA-Geschäftsstelle

Für Fragen zum Thema Ausbildung steht die Fachgruppe Berufsbildung zur Verfügung: Telefon: 0711 619 88 -17, schlamminger@dehogabw.de 


(Stand: 29.6.2020)

Förderprogramme des Landes Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium fördert mit seinem Förderprogramm "Azubi transfer – Ausbildung fortsetzen" Betriebe mit einer Prämie in Höhe von 1.200 Euro, wenn sie einen Auszubildenden nach Insolvenz des bisherigen Ausbildungsbetriebs während seiner Ausbildung übernehmen. Mehr erfahren

Kurzarbeitende Betriebe, die für mindestens vier Wochen Dauer ihre Auszubildenden in einem Partnerbetrieb ausbilden lassen, können ab sofort durch "Azubi im Verbund – Ausbildung teilen" mit 1.000 Euro gefördert werden. Mehr erfahren

FAQs zum Thema

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Schule und Ausbildung während der Corona-Krise gibt es hier:

Kultusministerium Baden-Württemberg

IHK Region Stuttgart