Corona-Krise

Infos für Ausbildungsbetriebe

Die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung hat die wichtigsten Informationen für Ausbildungsbetriebe zusammengestellt, damit die Ausbildung auch in der Corona-Krise so gut wie möglich vorangetrieben werden kann:

Ausbildungsprämien und ZuschüsseAusbildungsprämien und Zuschüsse

Mittelständische Betriebe des Gastgewerbes, die ausbilden, können von der "Ausbildungsprämie" und der "Ausbildungsprämie plus" oder auch von Zuschüssen zur Ausbildungsvergütung profitieren. Mehr Informationen und die Antragsformulare finden Sie hier

Kurzarbeit in der AusbildungKurzarbeit in der Ausbildung

Vorsicht bei Urlaub der Azubis in Kurzarbeit:

Die Frage, ob für Auszubildende auch Kurzarbeit beantragt werden kann, konnte der DEHOGA Baden-Württemberg mit der zuständigen Agentur für Arbeit – Regionaldirektion Baden-Württemberg klären.

Hierzu haben wir Sie bereits informiert, mit Auszubildenden kann Kurzarbeit ab der siebten Woche der Betriebsschließung beantragt werden, wenn ein „schwerwiegender Fall“  wie beispielsweise bei angeordneter Betriebsschließung oder Betriebseinschränkung durch die Corona-VO des Landes BW.

Laut Berufsausbildungsgesetz sind Auszubildende zunächst für sechs Wochen (= 42 Ausfalltage) weiter zu vergüten, selbst wenn die Ausbildung nicht oder nur eingeschränkt stattfindet. Die Tage der Nicht- oder nur sehr eingeschränkten Beschäftigung werden als Ausfalltage gerechnet. Ab dem 43. Ausfalltag kann dann KuG beantragt werden.

Bitte beachten Sie, dass während Kurzarbeit Urlaub nicht zur Ausfallzeit zählt, konkret bedeutet dies, dass ein Azubi, der sich in Kurzarbeit befindet und Urlaub hat, regulär mit seiner Ausbildungsvergütung entlohnt werden muss. Hat er z.B. in einem Monat 5 Tage Urlaub, dann erhält er für die eine Woche die reguläre Ausbildungsvergütung und für die restlichen 3 Wochen seine gekürzte Vergütung im Rahmen der vereinbarten Kurzarbeit.

Bei Besuch der Berufsschule verhält es sich gleichermaßen. Der Besuch von Präsenzunterricht im Rahmen der Blockbeschulung ist ebenfalls keine Ausfallzeit und muss somit auch regulär vergütet werden. Erfolgt der Unterricht für maximal 4 Stunden in digitaler Form, dann kann dieser Tag als Ausfalltag beurteilt werden. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf die korrekte Erfassung der Arbeitszeiten und damit auch Ausfallzeiten, da diese die Grundlage für die Abrechnung mit der Agentur für Arbeit darstellt.

Wie die einzelnen Ausfallzeiten genau ermittelt werden, was bei Urlaub und Krankheit zu beachten ist und weitere wichtige Informationen zum Thema Kurzarbeit für Azubis finden DEHOGA-Mitglieder in diesem Merkblatt

Betriebe müssen – wie auch mit den Arbeitnehmer/innen – mit den Azubis eine schriftliche Vereinbarung über Kurzarbeit treffen. Dafür gibt es im Servicecenter eine DEHOGA-Mustervorlage

Kurzarbeit auch bei Übernahme möglich:

Viele Betriebe befürchten, aufgrund der Übernahme von Auszubildenden kein Kurzarbeitergeld beantragen zu können. Doch diese Sorge ist unbegründet: Wenn Auszubildende nach ihrer Ausbildung in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis übernommen werden, kann auch für sie Kurzarbeitergeld beantragt werden, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, mitteilt.

Die zeitnahe Übernahme von Auszubildenden oder Studienabgängern in ein befristetes oder unbefristetes Beschäftigungsverhältnis gehöre zu den zwingenden Gründen für einen Personalaufbau trotz Bezug von Kurzarbeitergeld.

Eine vorherige Genehmigung der Übernahme durch die Arbeitsagentur ist nicht erforderlich. Unternehmen und Betriebe geben, wenn sie Kurzarbeitergeld für den betreffenden Monat abrechnen, ergänzend zu dem Leistungsantrag eine kurze Erklärung ab, dass sich die Gesamtzahl der beschäftigten Arbeitnehmer – und ggf. auch die Zahl der Kurzarbeitenden – erhöht hat, weil der/ die ehemalige Auszubildende übernommen wurde. Sollten die Abrechnungsunterlagen online hochgeladen werden, kann dazu beispielsweise ein separates Dokument als „Sonstiges“ kommen.

Umfangreiche Informationen und Unterlagen zu Kurzarbeit gibt es online unter www.arbeitsagentur.de

Unterricht an BerufsschulenUnterricht an Berufsschulen

Für die Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe im Land startet am Montag, 14.09, wieder der Berufsschulunterricht. An allen Schulen ist zu 100 % Präsenzunterricht angestrebt. Es gilt die Verordnung des Kultusministeriums über den Schulbetrieb unter Pandemie-Bedingungen

Dies bedeutet konkret: An den Schulen muss außerhalb der Unterrichtsräume eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Die Maskenpflicht gilt insbesondere auf Fluren, dem Pausenhof und den Toiletten, ebenso beim praktischen Unterricht, also z. B. in der Küche. Zudem werden die Schulen die Auszubildenden am ersten Schultag bitten, zwingend eine Gesundheitserklärung abzugeben, damit diese am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen.

Erklärung für minderjährige Schüler/innen
Erklärung für volljährige Schüler/innen

Die Formulare werden auch über die Landesberufsschulen kommuniziert. Wir empfehlen, die Informationen der Landesberufsschulen im Internet zu beachten und die Auszubildenden auf die Bestimmungen hinzuweisen, die ab dem neuen Schuljahr für den Präsenzunterricht an den Berufsschulen gelten.

Der DEHOGA wünscht allen Auszubildenden im Gastgewerbe einen guten Start ins neue Schuljahr!

Informationen der Landesberufsschulen für das Gastgewerbe finden Sie unter folgenden Links:

Bad Überkingen

Villingen-Schwenningen

Calw

Tettnang

 

Stand: 11.09.

AusbildungsmarketingAusbildungsmarketing

Die DEHOGA-Fachgruppe Berufsbildung unterstützt Ausbildungsbetriebe gerade jetzt dabei, nicht den Mut zu verlieren und weiterhin in die Zukunft der Branche zu investieren. Die Ausbildungsmarketing-Maßnahmen finden Sie hier.

Ausbildung bei eingeschränktem BetriebAusbildung bei eingeschränktem Betrieb

Die Situation und Auslastung in den gastgewerblichen Betrieben ist derzeit noch sehr unterschiedlich. Der Verband rät und appelliert an die Ausbildungsbetriebe, die eine geringe Auslastung haben, sich auch bei eingeschränktem Betrieb so gut wie möglich an den Ausbildungsrahmenplan zu halten.

Eine Möglichkeit, den Auszubildenden Inhalte zu vermitteln, sind die Online-Lernangebote der DEHOGA Akademie:

  • Unterstützung für Auszubildende gibt es im neuen, kostenlosen Online-Lernangebot der DEHOGA Akademie, z.B. Prüfungsvorbereitung als virtueller Workshop. Mehr Infos unter www.dehoga-akademie.de/elearning
  • www.hogafit.de, das Online-Lernportal der DEHOGA Akademie und der AHGZ, bietet 10 kostenlose Online-Kurse an, die der Azubi zuhause am PC machen kann, man muss sich registrieren (kostenlos) und bekommt bei erfolgreicher Durchführung ein Zertifikat, weitere Onlineangebote sind in Planung

Ausbildungsverhältnisse unterliegen besonderen Rechtsvorschriften, wer arbeitsrechtliche Fragen hat, wendet sich bitte an seine DEHOGA-Geschäftsstelle

Für Fragen zum Thema Ausbildung steht die Fachgruppe Berufsbildung zur Verfügung: Telefon: 0711 619 88 -17, schlamminger@dehogabw.de

 

(Stand: 27.8.2020)

WIR GASTFREUNDE-Online für Ausbilder

Am 06. Oktober findet das kostenfreie Online-Seminar "WIR GASTFREUNDE-Online für Ausbilder" statt. Ausbildungsverantwortliche erhalten unter anderem Hinweise zur finanziellen Unterstützung.

Hier geht's zum Seminar der DEHOGA Akademie

FAQs zum Thema Ausbildung

Häufige Fragen und Antworten zum Thema Schule und Ausbildung während der Corona-Krise gibt es hier:

Kultusministerium Baden-Württemberg

IHK Region Stuttgart

WIR GASTFREUNDE

Azubis der Landesberufsschule Villingen-Schwenningen sagen in diesem kurzen Film, warum sie gerne im Gastgewerbe arbeiten: