Corona-Krise

Betriebsschließung umgehend dem Versicherer melden

Greift bei Betriebsschließungen aufgrund kommunaler oder landesweiter Verordnung die Betriebsschließungsversicherung (BSV)? Diese Frage stellen momentan viele Gastronomen und Hoteliers. Nach bisheriger Kenntnislage des DEHOGA greift die BSV wohl nur, wenn das Corona-Risiko mitversichert ist und eine konkrete Schließung eines einzelnen Betriebes aufgrund eines Corona-Verdachts oder einer Corona-Infizierung angeordnet wurde.

Da eine flächendeckende Schließung aller Betriebe jedoch historisch einzigartig ist, ist es momentan nicht klar, inwieweit die Versicherer an den bisherigen Regularien festhalten können oder wollen. Dazu finden momentan auch Gespräche zwischen den Versicherern statt.

Unabhängig davon sollte ein Versicherungsnehmer, der seinen möglichen Anspruch aus der BSV geltend machen möchte, auf jeden Fall den Eintritt des Versicherungsfalls seiner Versicherung oder seinem Makler umgehend melden. Die meisten Versicherungsverträge sehen hierfür eine 14-tägige Frist vor, insoweit sollten Mitglieder jetzt sicherheitshalber schnell handeln. Dabei sollte der versicherte Tageshöchstsatz geltend gemacht werden, die genaue Bezifferung des Schadens erfolgt dann später.

Der Versicherungsnehmer ist zudem verpflichtet, unverzüglich entsprechende Anträge zu stellen, um staatliche Entschädigung zu erhalten. Hintergrund: Der Anspruch auf Entschädigung reduziert sich um die staatlichen Ersatzansprüche. Deshalb sollte auch Kurzarbeitergeld beantragt werden, damit Unternehmer ihrer Schadensminderungspflicht genügen.

DEHOGA-Mitgliedern wird empfohlen, sich direkt an ihren Versicherer oder Makler zu wenden.

Das für DEHOGA-Mitglieder zuständige Team beim DEHOGA-Versicherungspartner RVM erreichen Sie unter:

    Telefon: 07121 923 -1664

    E-Mail: dehogabw@rvm.de

    FAX-Nr.: +49 7121 923-204


(Stand: 23.3.2020)