Warnung vor „Einzel-Betriebsschließungsversicherung“ oder „beitragsneutraler Vertragsumstellung“

Vorsicht bei Änderung der Betriebsschließungsversicherung

Stand: 5.10.2020

 

Aus Mitgliedskreisen hat der DEHOGA erfahren, dass einige Versicherungsgesellschaften derzeit ihre Versicherungsbedingungen „aktualisieren“. Der DEHOGA rät bei Neuabschluss oder Vertragsänderung der Betriebsschließungsversicherung zur sorgfältigen Prüfung.

Denn nach den neuen Bedingungen soll ein Versicherungsschutz ausdrücklich ausgeschlossen sein, wenn der Betrieb aufgrund Allgemeinverfügung und Verordnung (so wie im März geschehen) geschlossen wird. Die Versicherung verwendet im Zuge der neuen Bedingungen den Begriff „Einzel-Betriebsschließungsversicherung“.

Vor Annahme eines Angebots zur Vertragsänderung bzw. vor Abgabe einer Einverständniserklärung zur „beitragsneutralen Vertragsumstellung“, wie einzelne Versicherungen diesen Vorgang nennen, muss zudem äußert sorgfältig geprüft werden, ob bei der Aufzählung der versicherten Krankheiten/Krankheitserregern, das Corona-Virus  /Sars CoV- 2 aufgeführt ist.

Sehr häufig ist nämlich in den besonderen Bedingungen zur Betriebsschließungsversicherung zu lesen: „Sind Krankheiten und Krankheitserreger, die im Infektionsschutzgesetz (IfSchG) genannt sind, in den nachfolgenden Aufstellungen nicht enthalten, besteht hierfür im Rahmen dieses Vertrages kein Versicherungsschutz“.

Sollte es also aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen erneut zu regionalen Beschränkungen kommen, muss davon ausgegangen werden, dass aus den genannten Gründen bei Annahme dieses neuen Vertragsangebots kein Versicherungsschutz besteht.

 

 

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