Corona-Soforthilfe:

Antragsformular liegt vor

Kammern und Landesregierung haben geliefert: Das Antragsformular fürs Corona-Soforthilfeprogramm kann seit Mittwochabend, 25.03.20, auf dieser Seite heruntergeladen werden.

Wichtige Informationen zum Vorgehen sind auf dieser Seite hinterlegt.

Dort findet sich Fragen und Antworten zum Soforthilfeprogramm sowie auch eine Liste der telefonischen Corona-Hotlines, unter denen die IHKs Fragen zum Soforthilfe-Progamm und zur Antragsstellung beantworten. Betriebe können sich mit ihren Fragen direkt an diese Hotlines wenden. Der DEHOGA Baden-Württemberg wird am Donnerstag, 26.03.2020 weitere Hilfen zur Umsetzung für seine Mitglieder zur Verfügung stellen.

Die Corona-Soforthilfe, für die sich der DEHOGA massiv eingesetzt hatte, bündelt in Baden-Württemberg die direkten Hilfszahlungen von Bund und Land. Betriebe, die durch die Corona-Krise massive Einbußen erleiden, erhalten direkte Zuschüsse, und zwar in Abhängigkeit von ihrer Beschäftigtenzahl. Die Höhe der Soforthilfe ist wie folgt gestaffelt und beträgt bis zu:

  • 9.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten


Die Anträge werden ausschließlich online bei den Industrie- und Handelskammern gestellt. Die IHKs übernehmen die Plausibilitätsprüfung der eingegangenen Anträge und leiten diese zum finalen Entscheid und zur Auszahlung der Hilfen an die L-Bank weiter. Nach den dem DEHOGA vorliegenden Informationen soll die Auszahlung der Hilfen innerhalb weniger Arbeitstage erfolgen.

 

Zur Bewertung:
Der DEHOGA Baden-Württemberg hat schnelle, unbürokratische Beihilfen für Betriebe in Not massiv eingefordert und begrüßt daher grundsätzlich die jetzt gestartete Soforthilfe. „Diese Maßnahme ist ein erster wichtiger Schritt, um die unmittelbare Not der Kleinbetriebe in dieser großen Krise zu lindern“, betont DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt. Aus Sicht des Gastgewerbes werden die Soforthilfemaßnahmen allein allerdings nicht ausreichen. Ein wichtiger Grund dafür ist die Tatsache, dass die übrigen Hilfsinstrumente und -programme wie z.B. Kurzarbeitergeld vielen Betrieben in der Branche nicht helfen. Außerdem können gastgewerbliche Betriebe über 50 Mitarbeiter nicht von der jetzt gestarteten Soforthilfe profitieren. Der DEHOGA setzt sich daher weiterhin mit Nachdruck für einen Entschädigungsfonds ein. Dieser Fonds soll Betriebe unterstützen, die in der Krise geschlossen wurden bzw. keine Möglichkeit mehr haben, ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. 

Stand: 25.03.2020