Soforthilfe Corona

46.400 Anträge eingereicht

Einen Tag nach Start der Corona-Soforthilfe für kleine Unternehmen in Baden-Württemberg sind bereits über 46.400 Anträge gestellt worden (Stand 26.03.20, 15 Uhr). Dies teilt das baden-württembergische Wirtschaftsministerium mit.

Derzeit würden rund 6.000 Anträge pro Stunde hochgeladen, teilte das Ministerium am Donnerstagnachmittag mit. Bereits am Freitag, 27. März, sollen erste Auszahlungen durch die L-Bank erfolgen. Kleinbetriebe bis 50 Mitarbeiter können durch die Soforthilfe Zuschüsse in bis zu 30.000 Euro bekommen. Die Hilfen sind nach Mitarbeiterzahl gestaffelt.

Der DEHOGA-Baden-Württemberg stellt seinen Mitgliedsbetrieben eine Ausfüllhilfe zur schnellen und sicheren Antragsstellung zur Verfügung. Hier geht’s zum Download.

 

Hilfe für existenziell bedrohte Betriebe

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister Kraut erklärt in der Pressemitteilung:

„In einem ersten Schritt geht es jetzt darum, mit unserem Sofortprogramm all jenen Unternehmen zu helfen, die ohne diese Unterstützung innerhalb weniger Tage insolvent gehen würden.“ Die Ministerin stellt klar: „Die Soforthilfen zielen nicht darauf ab, Betrieben ihre coronabedingten Umsatzeinbußen auszugleichen.“ Es gehe jetzt darum, dass aufgrund des Coronavirus existentiell bedrohte Betriebe offene Rechnungen weiterbezahlen oder Mieten weiter überweisen könnten. Deshalb habe das Land unter Einbeziehung der Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und der L-Bank das Soforthilfeprogramm innerhalb weniger Tage auf die Beine gestellt.

 

DEHOGA: Soforthilfe wird nicht ausreichen

Der DEHOGA Baden-Württemberg hat schnelle, unbürokratische Beihilfen für Betriebe in Not massiv eingefordert und begrüßt daher grundsätzlich die jetzt gestartete Soforthilfe. „Diese Maßnahme ist ein erster wichtiger Schritt, um die unmittelbare Not der Kleinbetriebe in dieser großen Krise zu lindern“, betont DEHOGA-Landesvorsitzender Fritz Engelhardt. Aus Sicht des Gastgewerbes werden die Soforthilfemaßnahmen allein allerdings nicht ausreichen. Ein wichtiger Grund dafür ist die Tatsache, dass die übrigen Hilfsinstrumente und -programme wie z.B. Kurzarbeitergeld vielen Betrieben in der Branche nicht helfen. Außerdem können gastgewerbliche Betriebe über 50 Mitarbeiter nicht von der jetzt gestarteten Soforthilfe profitieren. Der DEHOGA setzt sich daher weiterhin mit Nachdruck für einen Entschädigungsfonds ein. Dieser Fonds soll Betriebe unterstützen, die in der Krise geschlossen wurden bzw. keine Möglichkeit mehr haben, ihren Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten.

 

„Kein Antrag geht verloren“

Angesichts der großen Antragsflut kann es aktuell zu technisch bedingten Verzögerungen kommen. Hierzu erklären die Kammern: „Die schiere Summe der Eingänge ist ein echter Lackmustest für jede IT-Lösung. Darum bitten wir im Namen unserer Organisation alle Antragsstellerinnen und Antragsteller um Verständnis, falls es dennoch zu Wartezeiten kommt. Denn eines müssen Sie wissen: Kein Antrag geht verloren. Egal wie schnell Ihre Dokumente ins System eingespeist sind, werden alle Anträge fort-laufend mit dem gleichen Einsatz bearbeitet. Es gibt keine Fristen, die versäumt werden können.“

Stand 26.03.2020