Kommentar

Wählen gehen am 26. Mai 2019!

Fritz Engelhardt
Fritz Engelhardt

Fällt Ihrer Stadtverwaltung beim Thema Tourismusförderung auch nicht mehr ein als neue Hotels? Hält Ihre Gemeinde die Gastronomie für eine Branche, die man mit Sperrzeiten, Gebühren und Gestaltungssatzungen reglementieren muss, die aber sonst keine Aufmerksamkeit verdient? Fehlt’s an der Wertschätzung für die Wirte?

Dann sollten wir etwas dagegen tun: Am 26. Mai sind Kommunalwahlen. An diesem Tag können wir mit entscheiden, wer künftig vor Ort, in den Gemeinde- und Kreisräten, das Sagen hat. Diese Chance sollten wir nutzen, um den Kandidatinnen und Kandidaten des Gastgewerbes unsere Stimmen zu geben.

Denn unabhängig von der Frage der Parteizugehörigkeit gilt: Je mehr Unternehmerinnen und Unternehmer aus Gastronomie und Hotellerie in den Gemeindeparlamenten vertreten sind, desto besser werden die Anliegen unseres Gewerbes dort berücksichtigt. Das ist nicht nur für unsere Betriebe von Vorteil, sondern auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch sie profitieren davon, wenn es Gastronomie und Hotellerie gut geht. Sie sollten daher ebenfalls zur Wahl gehen.

In unserem Online-Themenbereich zur Kommunalwahl stellen wir die Kandidatinnen und Kandidaten des Gastgewerbes vor.


Mein Appell an Sie: Unterstützen Sie diese Kolleginnen und Kollegen! Wer sich neben der Arbeit im eigenen Betrieb noch in der Kommunalpolitik engagiert, verdient von unserer Seite jeden Rückenwind! Auch dort, wo keine Vertreter unserer Branche kandidieren, sollten wir mit unseren Stimmen dazu beitragen, dass der unternehmerische Mittelstand in den Gemeinderäten und Kreistagen präsent ist.

Auch bei der Wahl zum Europäischen Parlament, die am gleichen Tag stattfindet, sollten wir unser Gewicht als große mittelständische Branche in die Wagschale werfen. Denn wer beim Wort EU nur an Bürokratie denkt, liegt komplett falsch: Offene Grenzen und Freizügigkeit für Arbeitnehmer in der EU sind für unser Gewerbe ein Segen, den es gegen Skeptiker, Miesmacher und Populisten zu verteidigen gilt.

Eine Wahlempfehlung für eine bestimmte Partei gibt’s dabei auch dieses Mal nicht – der DEHOGA macht Branchenpolitik und keine Parteipolitik.

Auf welche politischen Inhalte wir im Brancheninteresse bei der Europawahl achten sollten, hat unser Verband in einer Broschüre zusammengefasst, die wir im Online-Themenbereich zur Verfügung stellen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, gehen Sie bitte am 26. Mai wählen! Wer nicht Politik macht, mit dem wird Politik gemacht. Deshalb ist Politikverdrossenheit für uns keine Option.

Fritz Engelhardt,
Vorsitzender des DEHOGA Baden-Württemberg