Aufbrauchsfrist der alten AGBs bis zum 30.6.2019!

Neue AGB veröffentlicht - Hotelverband sorgt für Rechtsklarheit im Kleingedruckten

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Hotelaufnahmevertrag (AGBH), die zuletzt 2014 generalüberholt wurden, sind nun turnusmäßig überprüft und an die aktuelle Rechtsprechung angepasst worden. 

Die Aktualisierungen helfen, das Abmahnrisiko zu verringern, und so die Rechtssicherheit für Hoteliers zu erhöhen. Die AGB für Veranstaltungen und Verträge mit Reiseveranstaltern werden aktuell ebenfalls überarbeitet und nach Fertigstellung der Branche zur Verfügung gestellt.

Bei der aktuellen Überprüfung der AGB für den Hotelaufnahmevertrag wurden unter anderem die Klauseln zur Fälligkeit, zur Haftung, zur Preisanpassung, zum Rücktritt, zum Verbraucherschutz und zur Zimmerbereitstellung und -rückgabe neu gefasst sowie um eine Abwehrklausel gegen Kunden-AGB ergänzt.

Eine Überarbeitung der AGBH ist auch notwendig geworden, weil die Wettbewerbszentrale eine Pauschalierung von ersparten Aufwendungen in Höhe von „mindestens 90 %“ für intransparent hält. Wegen fehlender Praxisrelevanz wurde auf das Wort „mindestens“ bei der Überarbeitung verzichtet und somit eine gerichtliche Klärung vermieden. Die Wettbewerbszentrale wird im Gegenzug bis zum 30. Juni 2019 die betroffene Klausel (Ziffer 4.3 AGBH 8.0) nicht abmahnen.

Hotelverband Deutschland (IHA) und DEHOGA raten daher ab sofort ausschließlich die aktualisierten und generalüberholten Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Hotelaufnahmevertrag (AGBH 8.0) einzusetzen. Hoteliers sollten die alten Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Hotelaufnahmevertrag aus Ihren Vertragsunterlagen, Musterverträgen, Briefen, E-Mail-Vorlagen, Homepage, etc. bis spätestens zum 30. Juni 2019 entfernen.

Die überarbeiteten AGBH-Empfehlungen in deutscher Sprache sind auch für DEHOGA-Mitglieder als PDF Dokument (ohne englische Übersetzung und Musterbeherbergungsvertrag ) kostenfrei verfügbar im Servicecenter

Trotz sorgfältiger Erstellung kann eine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des Inhalts nicht übernommen werden und der Hotelverband Deutschland (IHA) übernimmt dementsprechend auch keine Haftung für Schäden, die aus der Benutzung der AGB entstehen.

Bei Verwendung der AGBH muss auf das Urheberrecht des Hotelverbands Deutschlands (IHA) hingewiesen werden. Im übrigen sind die einleitenden Hinweise (vgl. Vorbemerkung) zu beachten.

Die AGB für den Hotelaufnahmevertrag (AGBH 8.0) als druckfähige Word-Datei inklusive fachgerechter englischer Übersetzung kosten 55,00 Euro und sind über den IHA-Shop zu beziehen.

 

 

Der Hotelverband Deutschland (IHA),  der für die Hotelarbeit auf Bundesebene zuständig ist, stellt der Branche seit 1995 Allgemeine Geschäftsbedingungen für Beherbergungsverträge, Veranstaltungen und Verträge mit Reiseveranstaltern zur Verfügung. Erarbeitet werden diese Vertragsgrundlagen vom IHA-Rechtsausschuss, einem Expertengremium aus erfahrenen Praktikern und Fachjuristen, dem auch Vertreter des DEHOGA angehören.

Die vom Hotelverband Deutschland (IHA) herausgegebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen regeln das sogenannte „Kleingedruckte“ zu den Verträgen zwischen den Hoteliers und ihren Gästen oder Geschäftspartnern. Mit ihnen werden generelle Fragen bei Vereinbarungen zwischen Hotels und ihren Gästen bzw. den Vertragsparteien geklärt, so dass für beide Seiten Rechtsklarheit geschaffen wird. Die AGB enthalten daher z.B. eine transparente Regelung zur Einbeziehung kommunaler Abgaben oder die Möglichkeit, wirtschaftlich vertretbare Stornofristen bei Hotelaufnahmeverträgen zu fixieren. Letztlich enthalten die empfohlenen AGB auch Klauseln, mit denen das Hausrecht im Hotel praxisnah geltend gemacht werden kann.

 

Stand: 20.05.2019

Download für Mitglieder

Die überarbeiteten AGBH-Empfehlungen in deutscher Sprache sind auch für DEHOGA-Mitglieder als PDF Dokument (ohne englische Übersetzung und Musterbeherbergungsvertrag ) kostenfrei verfügbar im Servicecenter