BILD-Artikel zu No-Show-Gebühren

Hohe Zustimmung bei Leser-Umfrage

Der Tisch ist reserviert – aber die Gäste erscheinen nicht ohne abzusagen: Über No-Shows wird derzeit viel diskutiert in der Branche. Auch die BILD-Zeitung greift das Thema auf und fragt die Leser nach Ihrer Meinung zu No-Show-Gebühren. Das Ergebnis: 54 Prozent Zustimmung.

„Richtig so!“ sagt mehr als die Hälfte der 44 515 Abstimmenden auf bild.de (Stand: 5.2.2019). „Falsch, es kann ja immer mal was dazwischen kommen“, meinen 16 Prozent. Und 29 Prozent halten es für die richtige Maßnahme, würden aber ihre Kreditkartendaten nicht rausgeben.

Im BILD-Zeitungs-Artikel geht es um das norddeutsche Restaurant „Kiek ut“, das auf seiner Facebookseite verkündet, dass bei Tisch-Reservierungen für mehr als fünf Personen die Kreditkartendaten des Kunden erfasst, und bei Nichterscheinen ohne rechtzeitiges Absagen 20 Euro fällig werden. Die Gastronomen kommunizieren aber auch ganz deutlich, warum sie No-Show-Gebühren erheben: Der Betrieb sei klein und der wirtschaftliche Schaden deshalb erheblich, wenn eine Gruppe einfach fernbleibe, da ja zusätzliches Personal eingeplant und Lebensmittel eingekauft werden müssen.

30 Prozent No-Shows gebe es in dem Restaurant. Künftig laufe eine Reservierung ab fünf Personen so ab: die Kreditkartendaten des Gastes werden erfasst und ein Cent abgebucht, um die Karte zu testen. Erscheinen die Gäste wie angekündigt, bekommen sie einen „Glückscent“. Kostenloses Stornieren ist bis zu 48 Stunden vorher möglich. Bis zu 24 Stunden vorher kann die Buchung abgesagt oder die Gästezahl geändert werden, dann werden allerdings 15 Euro pro leergebliebenem Platz fällig. Wenn Gäste ohne abzusagen wegbleiben, wird die No-Show-Gebühr in Höhe von 20 Euro von der Kreditkarte abgebucht.

Im BILD-Artikel bestätigt Stefanie Heckel, Pressesprecherin des DEHOGA Bundesverbands, dass die Unverbindlichkeit der Gäste immer mehr Gastronomen zu schaffen macht: „Oft sind sich die Gäste, die ohne Absage einen reservierten Tisch nicht in Anspruch nehmen, nicht bewusst, mit welchem finanziellen und organisatorischen Aufwand die Auslastungsplanung eines Restaurants verbunden ist.“ Gerade für Restaurants mit einer kleineren Anzahl von Tischen, mit einem besonders hochwertigen Speisenangebot, mit langen Reservierungszeiten und fehlender Laufkundschaft seien leere Tische besonders ärgerlich.

Der DEHOGA bietet Gastronomen ein Merkblatt zu „No Shows“ an mit Tipps und Arbeitshilfen zur Verhinderung oder Reduzierung des Schadens.   Es steht für Mitglieder im Servicecenter zum Download zur Verfügung

Stand: 05.02.2019

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