Neue Studienergebnisse vorgestellt

Guido Wolf: „Tourismusbranche ist eine Leitökonomie“

Tourismusminister Guido Wolf hat am 27. Juli im Stuttgarter Stadtpalais die Ergebnisse der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Baden-Württemberg 2017“ vorgestellt. „Die Zahlen sind bemerkenswert gut und zeigen: Die Tourismusbranche ist eine Leitökonomie“, so Guido Wolf.

In Baden-Württemberg, dem Land der Auto- und Maschinenbauer, hat sich die Tourismuswirtschaft mittlerweile zu einer Leitökonomie entwickelt. Unser Bild zeigt Tourismusminister Guido Wolf bei der Vorstellung der aktuellen Studienergebnisse. Foto: JuM/Niedermüller

Nach der Studie des renommierten „Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München“ (dwif) hat der Tourismus bei allen wirtschaftlichen Kenngrößen gegenüber 2015, dem Bezugsjahr der letzten Erhebung, enorm zugelegt. Insgesamt gaben die Touristen im Jahr 2017 im Land 24,8 Milliarden Euro aus. Das Bruttoumsatzvolumen ist damit im Vergleich zu 2015 um mehr als 22 Prozent gewachsen. Davon profitieren auch die Beschäftigten im Tourismusgewerbe, die Löhne und Gehälter in Höhe von 11,6 Milliarden Euro erarbeitet haben. Gegenüber dem Jahr 2015 bedeutet das einen Zuwachs um rund 22 Prozent.

Tourismuswirtschaft sichert fast 400 000 Arbeitsplätze im Land

Auch für den Arbeitsmarkt hat das starke Wachstum des Tourismusgewerbes positive Auswirkungen. Guido Wolf: „Die rechnerische Zahl der Vollzeitarbeitsplätze ist von 326 000 im Jahr 2015 auf 390 000 im Jahr 2017 und damit um fast 20 Prozent gestiegen. Das Tourismusgewerbe ist damit auch ein Jobmotor, der ortsgebundene Arbeitsplätze für Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufsqualifikationen schafft“.Weiter betonte der Minister, dass der Tourismus eine hervorragende Imagewerbung für das Land darstelle. Zudem hob er hervor: „Der Tourismus stärkt gerade auch den ländlichen Raum und geht mit großen Investitionen in die Infrastruktur einher. Die so entstandenen Schwimmbäder, Uferpromenaden und Museen kommen auch den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“

Weiter steigende Übernachtungszahlen

Die Ergebnisse der Studie werden durch die jüngste Beherbergungsstatistik für die Monate Januar bis Mai 2018 bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Gästeankünfte im Land um 4,9 Prozent auf rund 8,1 Millionen Gäste und die Zahl der Übernachtungen um 5,1 Prozent auf rund 19,6 Millionen. „Als Europaminister freut mich ganz besonders, dass die Zuwächse bei den ausländischen Gästen überproportional ausgefallen sind, nämlich 7 Prozent bei den Ankünften und 6,5 Prozent bei den Übernachtungen.“ Der Anteil der Auslandsgäste beträgt bei den Ankünften 22,2 und bei den Übernachtungen 20,4 Prozent.

„Diese überragenden Zahlen sind das Ergebnis der harten Arbeit der Unternehmer und Beschäftigen im Tourismusgewerbe“, so Guido Wolf. Doch auch die Politik könne hier wichtige Impulse setzen. Ein wichtiger Baustein sei die Weiterentwicklung der noch aus dem Jahr 2009 stammenden Tourismuskonzeption des Landes. Guido Wolf: „In den letzten Wochen haben wir in vier Themenworkshops gemeinsam mit Experten und Tourismusakteuren themenspezifische Ansätze erarbeitet. Diese werden wir im zweiten Halbjahr 2018 auf fünf Regionalkonferenzen mit den Tourismusakteuren im Land diskutieren. Die Ergebnisse werden wir dann in die neue Tourismuskonzeption einfließen lassen. Schon jetzt kann ich sagen, dass die Digitalisierung für den Tourismus der Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird.“

Erfolg der Tourismuswirtschaft auch eine Leistung des Gastgewerbes

Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), zeigte sich erfreut über die positiven neuen Wirtschaftszahlen: „Unsere touristischen Leistungsträger im Land tragen in einem bedeutenden Umfang zur Wirtschaftskraft Baden-Württembergs bei. Das belegen die heute vorgestellten Zahlen.“Hotellerie und Gastronomie sind Hauptleistungsträger der Tourismuswirtschaft im Land. Die positive Entwicklung, über die Minister Wolf und Andreas Braun berichteten, ist daher auch ein Beleg für die Leistung und die Wettbewerbsfähigkeit des baden-württembergischen Gastgewerbes.

 

Aktuelle Zahlen zur gastgewerblichen Branche und zur Tourismusentwicklung im Land gibt es HIER