Minijob-Verdienstgrenze

Anpassung ist überfällig

Der DEHOGA setzt sich seit Langem für die Anpassung der Minijob-Verdienstgrenze ein. Diese ist nun auch wieder Thema in Berlin.

 

Die Entwicklung der Löhne geht kontinuierlich Jahr für Jahr nach oben. Die Minijob-Verdienstgrenze dagegen liegt seit 2013 unverändert bei 450 Euro. Damit wird der Minijob schleichend entwertet. Ab dem 1. Januar 2019 wird der gesetzliche Mindestlohn bei 9,19 Euro liegen, ab 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro steigen. Das bedeutet, dass Mitarbeiter in ihrem Minijob zum einen weniger Stunden arbeiten dürfen. Zum anderen bleibt ihnen unter Berücksichtigung der Verbraucherpreissteigerung weniger Geld übrig. Den Betrieben fehlen die geleisteten Arbeitsstunden und sie können sie aufgrund der ohnehin bestehenden Personalknappheit auch nicht ersetzen.

Der DEHOGA fordert: Der Wert für die Verdienstgrenze der Minijobber muss an die durchschnittliche Lohnentwicklung gemäß Tarifindex gekoppelt werden, hilfsweise an die Entwicklung des Mindestlohns, der seit 1. Januar 2015 gilt. Der DEHOGA plädiert dafür, den automatisch „mitwachsenden“ Minijob zu realisieren.

Wie die Bild-Zeitung am 08.08.2018 berichtete, sprach sich nun auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-/CSU-Bundestagsfraktion, Joachim Pfeiffer, für eine automatische Anhebung aus. Aus dem Bundesarbeitsministerium kam jedoch nun die Meldung, dass eine Anpassung nicht vorgesehen sei.

Das Gastgewerbe ist das beste Beispiel dafür, dass dort, wo es Minijobs gibt, auch viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. So hat die Branche in den letzten zehn Jahren bundesweit 300.000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. Ein beeindruckender Zuwachs von 40 Prozent.

Der DEHOGA wird sich auch weiterhin für die Durchsetzung der automatisierten Anpassung einsetzen.

Stand: 09. August 2018