Elektronisches Berichtsheft:

Form des Nachweises muss in Ausbildungsvertrag

Eine aktuelle Änderung des Berufsbildungsgesetzes trifft neue Regelungen bzgl. der Form des Ausbildungsnachweises. Es wird für alle Ausbildungsberufe verbindlich geregelt, dass der Ausbildungsnachweis entweder schriftlich oder elektronisch geführt werden muss. Außerdem muss die ausgewählte Form des Ausbildungsnachweises ab dem 1. Oktober 2017 zwingend im Ausbildungsvertrag festgehalten werden.

Das bedeutet, dass es einen Bestandsschutz für bestehende Ausbildungsverträge und eine Übergangsfrist gibt. Die neuen Ausbildungsverträge, die jetzt zum Beginn des Ausbildungsjahres 2017 abgeschlossen werden, müssen also nicht geändert werden. Ausbildungsverträge, die ab dem 1. Oktober 2017 geschlossen werden, müssen jedoch zwingend um die Form des Ausbildungsnachweises (schriftlich oder elektronisch) ergänzt werden.

Nach der neuen gesetzlichen Regelung ist der Auszubildende verpflichtet, den Ausbildungsnachweis zu führen. Der gesamte Ausbildungsnachweis muss bei Anmeldung zur Prüfung seitens des Auszubildenden und des Ausbilders persönlich unterschrieben werden bzw. mit einer elektronischen Signatur versehen werden. Ausbildende sind gehalten, den Azubi zum Führen des Nachweises (während der Arbeitszeit) anzuhalten und die Ausbildungsnachweise regelmäßig durchzusehen.

 

Quelle: http://www.dehoga-bundesverband.de/dehoga-compact/dehoga-compact-232017/berichtsheft/

Stand: 13.06.2017