Krieg in der Ukraine

Wie Betriebe helfen können

Stand: 10.05.2022

Das baden-württembergische Gastgewerbe erklärt sich solidarisch mit der Ukraine und den Menschen, die nun in ihrer Heimat den Schrecken des Krieges ausgesetzt sind und ihr Land verlassen müssen. Den DEHOGA Baden-Württemberg erreichen zahlreiche Anfragen von Mitgliedsbetrieben, die aktiv helfen wollen.

Möglichkeiten der Unterstützung hat der DEHOGA daher – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – nachfolgend aufgeführt. Die Inhalte werden fortlaufend aktualisiert.

GeldspendenGeldspenden

Neben einzelnen regionalen und privaten Organisationen sind auch viele namhafte Hilfsorganisationen konkret in der Hilfe für die ukrainischen Flüchtlinge und auch vor Ort aktiv. Das DZI Spendensiegel ist dabei ein wichtiger Indikator für die Seriosität von Hilfsorganisationen. Das DZI hat diejenigen Organisationen zusammengestellt, die sich aktiv für die Ukraine und ihre Bevölkerung einsetzen. DZI-Spenden-Info "Nothilfe Ukraine"

SachspendenSachspenden

Viele Initiativen, gerade auf kommunaler Ebene sind dort mit der Sammlung und dem Transport Richtung Ukraine bzw. Grenzregionen aktiv. Wir empfehlen allen Unternehmer:innen sich vor Ort mit Ihrer Kommune oder den aktiven Vereinen und Initiativen in Verbindung zu setzen, um auf Wunsch mit Sachspenden zu unterstützen.

Das Land Baden-Württemberg empfiehlt bei Sachspenden, sich mit dem Landratsamt bzw. in Stadtkreisen mit dem Bürgermeisteramt in Verbindung zu setzen.  Zusätzlich stellt es aber auch eine Online-Anmeldemöglichkeit zur Verfügung, für diejenigen, die Geflüchteten aus der Ukraine helfen und Wohnraum, Decken, Spielsachen für Kinder etc. zur Verfügung stellen möchten, vgl. Justizministerium Baden-Württemberg - Sie wollen helfen? (justiz-bw.de)

 

UnterbringungsmöglichkeitenUnterbringungsmöglichkeiten

Viele Mitglieder haben sich in den letzten Tagen gemeldet und wollen für die ukrainischen Flüchtlinge Zimmer bereitstellen und damit ihre Solidarität ausdrücken. Dafür zunächst herzlichen Dank! Aktuell ist der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten noch völlig unklar und wird weiterhin von den hierfür zuständigen Stadt- und Landkreisen beobachtet. Nach ersten Rückmeldungen werden die vorhandenen Kapazitäten noch als ausreichend betrachtet. Der DEHOGA steht gleichwohl in Kontakt mit Politik und Verwaltung. Sollte Bedarf bestehen, werden wir unsere Mitgliedsbetriebe informieren und um Unterstützung bitten; bis dahin sehen wir von Kapazitätsabfragen ab, die dann womöglich nicht mehr aktuell wären und jetzt in den Kommunen vor Ort nicht weiterhelfen.

Das Land Baden-Württemberg hat darüber informiert, dass aktuell die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes die Funktion einer Erstanlaufstelle für alle ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine übernehmen, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen. Soweit ukrainische Geflüchtete gleichwohl direkt vor Ort ankommen und ein Bezug zu örtlichen Gegebenheiten besteht, kommt auch direkt eine Aufnahme in der vorläufigen Unterbringung in einem Stadt- oder Landkreis in Betracht, was vor Ort koordiniert wird.

 

 

Beschäftigung von FlüchtlingenBeschäftigung von Flüchtlingen

Die Umsetzung der „EU-Massenzustrom-Richtlinie“ in Deutschland ermöglicht, dass sich Menschen, die aus der Ukraine flüchten, bis zu 90 Tagen in der Bundesrepublik rechtmäßig aufhalten dürfen.

Zur Aufnahme einer Beschäftigung bedarf es allerdings eines Aufenthaltstitels, der bei der zuständigen Ausländerbehörde zu beantragen ist. Dieser Aufenthaltstitel muss den Passus enthalten dass die Aufnahme einer Beschäftigung zulässig ist. Ohne eine entsprechende Beschäftigungserlaubnis darf niemand beschäftigt werden. Die Beantragung des Aufenthaltstitel ist nun auch elektronisch möglich, vgl. Portal des Bundesinnenministeriums (mehrsprachig verfügbar).

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Einreise und Beschäftigung von ukrainischen Flüchtlingen hat die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hier zusammengefasst.

JobmineForUkrainians: Jobportal für Geflüchtete aus der Ukraine
Niedrigschwellig und kostenfrei ist beispielsweise das Angebot des Münsteraner Startups „Jobmine“. Auf der Jobmine-Seite können sich Arbeitgeber mit ihren Stellenangeboten und interessierte ukrainische Geflüchtete entsprechend registrieren und eintragen.

Weitere InformationenWeitere Informationen

Flüchtlingsrat Baden-Württemberg:
Informationen für Engagierte und Flüchtlinge (auch auf Ukrainisch)

Ministerium der Justiz und für Migration:
Aktuelle Informationen zur Ukraine

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände:
FAQ zur Einreise/Beschäftigung

Bundesinnenministerium - Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine, sowie die elektronische Beantragung des Aufenthaltstitels (auch auf ukrainisch)

Germany4ukraine

BMI - Homepage - Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine (bund.de)

BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:
Informationen zu Einreise und Aufenthalt für Menschen aus der Ukraine

Wirtschaft hilft - BDA, BDI, DIHK und ZDH unterstützen Unternehmen

https://www.wirtschafthilft.info

 

 

Fotostrecke

Große Hilfsbereitschaft im Gastgewerbe

Gleich nachdem der Krieg Ende Februar ausgebrochen ist, gab es eine große Welle der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine – auch im Gastgewerbe. Viele ergriffen die Initiative, organisierten Spendenaktionen oder nahmen Geflüchtete bei sich im Betrieb auf. Die folgenden Beispiele stehen stellvertretend für zahlreiche Hilfsaktionen von DEHOGA-Mitgliedern. Die ausführlichen Geschichten lesen Sie im nächsten DEHOGA Magazin.