Ergebnisse der DEHOGA-Umfrage

Digitale Anwendungen in der Gastronomie

Wer sie nutzt, ist meist zufrieden

Nutzt die Gastronomie im Land ihre digitalen Chancen? Eine DEHOGA-Umfrage bei Mitgliedsbetrieben zeigt: Das Interesse an moderner Technologie, die Zeit und Kosten sparen soll, ist groß – und die Erfahrungen der Anwender sind überwiegend gut.

Insgesamt 500 Gastronomen haben bei der Online-Umfrage des Verbandes mitgemacht. Die Hotellerie blieb in der Umfrage außen vor: Beherbergungsbetriebe waren bewusst nicht angeschrieben worden, denn beim DEHOGA-Projekt „Gastfreundschaft digital“ steht die Gastronomie im Fokus.


Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick: Fast alle Umfrageteilnehmer nutzen bereits digitale Anwendungen – am häufigsten genannt wurden dabei die Online-Vermarktung eine eigene Homepage (76,9%) und Kassensysteme (66%). Mit deutlichem Abstand folgen Gutscheinsysteme (26,9%) und die Online-Tischreservierung, die immerhin bei 22,7% der Umfrageteilnehmer im Einsatz ist. Nur jeder zehnte Umfrageteilnehmer gab an, gar keine digitalen Anwendungen im Betrieb zu nutzen.

Ein Großteil der Umfrageteilnehmer nützt bereits digitale Anwendungen. Homepage und Kassensysteme spielen die Hauptrolle, aber auch Gutscheinsysteme und Online-Tischreservierung werden häufig genutzt.

 

Hohe Zufriedenheit
Aber lohnt sich die Investition in digitale Technik für die Gastronomie überhaupt? Offensichtlich ja: Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit den von ihnen genutzten Anwendungen durchweg rund 9 von 10 Betrieben, die auf diese Fragen antworteten, gaben an, dass sie ihre Lösung auch Kollegen weiterempfehlen würden.

Besonders hoch ist die Zufriedenheit bei der Online-Tischreservierung (98% der Anwender), bei digitalen Verwaltungssystemen (97%) und Online-Kreditorenmanagement-Systemen (100%), wobei letzteres nur bei sehr wenigen Umfrageteilnehmern zur Anwendung kommt (4,7%).

Dass es durchaus auch unzufriedene Anwender gibt, lässt sich aus der Umfrage aber auch herauslesen: 100 der 500 Umfrageteilnehmer haben auf die Frage nach der Zufriedenheit gar nicht geantwortet. Die freien Anmerkungen der
Beteiligten reichen von „Mehrarbeit ohne Nutzen“ bist hin zu „große Arbeitserleichterung“.

 

Wo wird investiert?
Auf diese Frage antworteten 393 Umfrageteilnehmer – mehr als die Hälfte von ihnen (52%) plant in den nächsten 12 Monaten weitere Investitionen. Bevorzugte Bereiche sind hier die Homepage und Online-Vermarktung (29,3%) und Kassensysteme (19,1%), auf den Plätzen drei und vier im Investitionsranking folgen die Themen „Mobiles Bestellen/Bezahlen“ (14,8%) und Online-Tischreservierung (11,7%). Immerhin knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (242) antworteten auf die Frage, warum sie auf bestimmte digitale Anwendungen derzeit noch verzichten.


Erwartungsgemäß spielen Zeitmangel (40,5%) und die Investitionskosten (38%) die Hauptrolle. Mehr als ein Drittel der Antwortenden sieht allerdings auch schlicht keine Notwendigkeit, zu investieren, jeder Vierte empfindet das Angebot als zu unübersichtlich.

Erwartungen an den Verband
Was erwarten Mitglieder beim Thema Digitalisierung von Ihrem Verband, dem DEHOGA? 402 der 500 Umfrageteilnehmer antworteten auf diese Frage. Gewünscht waren insbesondere Marktübersichten (46,5%), Schulungen (27,9%) und persönliche Beratung (19,9%). Knapp die Hälfte der Gastronomen (41%), die auf diese Frage antworteten, kommt aber offenbar jetzt schon gut klar: Sie benötigen nach eigenen Angaben keine Unterstützung.