Überbrückungshilfe

Das Corona-Hilfsprogramm des Bundes wurde für alle Branchen aufgelegt. Unternehmer/innen, die einen Umsatzrückgang aufgrund der Coronakrise nachweisen, können von der Überbrückungshilfe profitieren.

Für die Monate September bis Dezember hat die Bundesregierung eine zweite Phase der Überbrückungshilfe beschlossen. Einen Vergleich beider Überbrückungshilfen finden DEHOGA-Mitglieder in diesem Merkblatt.

Die Überbrückungshilfe 1 kann noch bis zum 9. Oktober beantragt werden, die Überbrückungshilfe 2 voraussichtlich ab Mitte Oktober bis Ende Dezember.

Die Voraussetzungen und verschiedenen Stufen der Antragstelltung der Überbrückungshilfe 1 (Juni bis August) finden Sie im folgenden Überblick:

Stufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe 1Stufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe 1
  • Branchenunabhängig
  • Zwei der folgenden drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein: 1) max. 250 Beschäftigte 2) max. 50 Mio. Euro Umsatz 3) max. 43 Mio. Euro Bilanzsumme
  • Das Unternehmen darf sich zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition befunden haben. Davon ausgenommen sind kleine und Kleinstunternehmen (bis 50 Mitarbeiter und 10 Mio. Euro Jahresumsatz).
  • Betrieb muss vor dem 01.11.2019 begründet worden sein.
  • Umsatz muss im April und Mai 2020 zusammen mind. um 60% gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sein.
  • Unternehmen, die nach April 2019 begründet worden müssen mit November und Dezember 2019 vergleichen.
  • Rückzahlung, wenn das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt wird.
Stufe 2: Bescheinigung einholenStufe 2: Bescheinigung einholen

Die Überbrückungshilfe muss zwingend von einer gemäß §3 Nr. 1 StBerG befugten Person beantragt und nachträglich bestätigt werden. Dies sind: Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/r, Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/r Buchprüfer/in.

Die DEHOGA Beratung stellt keine Alternative zu diesen befugten Personen dar. Sie kann branchenspezifische Fragen beantworten, jedoch keinen Antrag plausibilisieren oder bescheinigen. 

Stufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe 1 festlegenStufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe 1 festlegen
  • Zeitraum: maximal drei Monate zwischen Juni-August
  • Förderung erfolgt nur für die Monate, in denen der Umsatzeinbruch mindestens bei 40% liegt
  • Wenn z.B. im Juni der Umsatzeinbruch bei 50% liegt, bekommt man eine Hilfe für diesen Monat, wenn er im Juli dann bei nur noch 30% liegt, bekommt man für diesen Monat nichts.
  • Darf sich mit der Stabilisierungshilfe des Landes zeitmäßig überschneiden. Diese wird anteilig der sich überschneidenden Monate auf die Überbrückungshilfe angerechnet.
  • Darf sich mit der Soforthilfe des Landes überschneiden. Jedoch erfolgt bei zeitgleicher Überschneidung des Zeitraums eine anteilige Anrechnung der Soforthilfe. Der Zeitraum der Soforthilfe wird dabei für den vollen Monat, in dem sie beantragt wurde, gerechnet plus zwei (oder vier) weitere Monate.
Stufe 4: AntragstellungStufe 4: Antragstellung
Stufe 5: Überprüfung und NachkontrolleStufe 5: Überprüfung und Nachkontrolle

Bei der Überbrückungshilfe erfolgt zwingend eine Nachkontrolle der befugten Person (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer etc.). Sind dabei die tatsächlichen Umsatzrückgänge nicht so hoch wie angenommen, ist zu viel ausbezahlte Überbrückungshilfe an die L-Bank zurückzuzahlen.

Weiterführende Links und Begriffs-Definitionen:

Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020

Kumulationserklärung KfW

Gastgewerbe nach NACE Rev. 2

KMU laut EU

Partner- und verbundene Unternehmen (Anhang, Artikel 3, Absatz 2 und 3)

Unternehmen in Schwierigkeiten (Artikel 2, Absatz 18)

Fragen und Antworten

Auf der Internetseite des Bundes-Wirtschaftsministeriums werden die häufigsten Fragen beantwortet:

FAQs zur Überbrückungshilfe

Kontakt DEHOGA Beratung

Fragen zur Überbrückungshilfe beantwortet die DEHOGA Beratung Mitgliedern und deren Steuerberatern kostenlos unter Telefon: 0711-619 88 -37