Überbrückungshilfe III Plus

Stand: 13.08.2021

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III wird vom BMWi mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt. Förderfähig sind weitestgehend die identischen Fixkosten der Überbrückungshilfe III. Weitergeführt wird, dass auch in der Überbrückungshilfe III Plus nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt sind. Die Antragsstellung des Programms erfolgt ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes.

Neu: Restart-Prämie
Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen und dennoch mindestens 30 % Umsatzeinbruch erleiden, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe („Restart-Prämie“) als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt. (Quelle: BMWi)
Wichtig dabei: Diese kann nur alternativ zur Personalkostenpauschale (20% der Kostenpositionen #1 bis #11, Kostenposition #12) in Anspruch genommen werden. Weitere Infos zur Restart-Prämie stehen in dieser DEHOGA-Nachricht zur Verfügung.

Weiter gefördert werden bauliche Maßnahmen und andere Investitionen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Digitalisierung. Welche Maßnahmen konkret förderfähig sind, wird in den FAQ in Form einer Positivliste festgelegt. Durch diese Klarstellung wird zusätzliche Rechtssicherheit für alle Beteiligten geschaffen. Investitionen in Digitalisierung sind auf max. 10.000€ im Förderzeitraum begrenzt. Weitere Änderungen finden Sie hier.

 

Die Voraussetzungen und verschiedenen Stufen der Antragstellung der Überbrückungshilfe III Plus (bislang Juli 2021 - September 2021) finden Sie im folgenden Überblick.

Stufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe IIIStufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe III
  • Branchenunabhängig
  • Die Größenbegrenzung von 750 Mio. Euro Jahresumsatz wurde für gastgewerbliche Betriebe gekippt.
  • Das Unternehmen darf sich zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition befunden haben. Davon ausgenommen sind kleine und Kleinstunternehmen (bis 50 Mitarbeiter und 10 Mio. Euro Jahresumsatz).
  • Betrieb muss weiterhin vor dem 01.11.2020 begründet worden sein (Betriebsübernahme oder Umfirmierung zählt nicht als Neugründung).
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat des Förderzeitraums von Juli 2021 bis September 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.
  • Kleine und Kleinstbetriebe (maximal 50 Mitarbeiter 10 Mio. Jahresumsatz) können beim Referenzzeitraum wahlweise auf den durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 abstellen.
  • Unternehmen, die nach dem 01.01.2019 gegründet wurden, haben alternative Referenzmonate, um ihre Umsatzrückgänge nachzuweisen.
  • Rückzahlung, wenn das Unternehmen die Geschäftstätigkeit vor dem 30. September 2021 dauerhaft einstellt. Dies gilt auch wenn das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zwar nach dem 30. September 2021, jedoch vor Auszahlung der Zuschüsse, dauerhaft einstellt.
Stufe 2: Bescheinigung einholenStufe 2: Bescheinigung einholen

Die Überbrückungshilfe III muss zwingend von einer gemäß §3 Nr. 1 StBerG befugten Person beantragt und nachträglich bestätigt werden. Dies sind: Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/r, Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/r Buchprüfer/in.

Die DEHOGA Beratung stellt keine Alternative zu diesen befugten Personen dar. Sie kann branchenspezifische Fragen beantworten, jedoch keinen Antrag plausibilisieren oder bescheinigen.

Stufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe IIIStufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe III
  • Förderzeitraum: Juli bis September 2021.
  • Förderung erfolgt nur für die Monate, in denen der Umsatzeinbruch mindestens bei 30% liegt.
  • Wahlrecht-Beihilferahmen:
    - Wird die Überbrückungshilfe III als "Kleinbeihilfe" gewährt, so ist dafür kein Verlust nachzuweisen.
    - Wird die Überbrückungshilfe III als "Fixkostenhilfe" gewährt, so ist sie für die entsprechenden Monate auf 70 bzw. 90% des entstandenen Verlustes begrenzt.
    - Wird die Überbrückungshilfe III als (Schadensausgleich)-Beihilfe gewährt, so ist sie für die entsprechenden Monate auf 95% des entstandenen Schadens begrenzt.
Stufe 4: AntragsstellungStufe 4: Antragsstellung

Eine Antragsstellung ist bis 31. Oktober 2021 möglich. Für Anträge, die nach dem 30. September 2021 eingereicht wurden, werden keine Abschlagszahlungen mehr ausbezahlt. Die vollständige Auszahlung erfolgt nach Prüfung über die L-Bank Baden-Württemberg.

Stufe 5: Überprüfung und NachkontrolleStufe 5: Überprüfung und Nachkontrolle

Bei der Überbrückungshilfe erfolgt zwingend eine Nachkontrolle der befugten Person (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer etc.).

Sind dabei die tatsächlichen Umsatzrückgänge/ förderfähige Fixkosten nicht so hoch wie angenommen, ist zu viel ausbezahlte Überbrückungshilfe an die L-Bank zurückzuzahlen. Sind dabei die tatsächlichen Umsatzrückgänge/ förderfähige Fixkosten höher als angenommen, so erfolgt auf Antrag eine entsprechende Nachzahlung.

Bei Änderungsbedarf bereits gestellter Anträge kann ein sogenannter Änderungsantrag gestellt werden. Alternativ können diese Änderungen auch im Zuge der Schlussabrechnung vorgenommen werden. Die Schlussabrechnung kann voraussichtlich frühstens ab Oktober 2021 erfolgen. Sie muss jedoch bis 30. Juni 2022 erfolgen.

Beihilfen

Coronahilfen sind Beihilfen, die eine vorgeschriebene Höhe nicht überschreiten dürfen.

FAQs der Bundesregierung zu Beihilferegelungen

Kontakt DEHOGA Beratung

Fragen zur Stabilsierungshilfe beantwortet die DEHOGA Beratung Mitgliedern kostenlos unter Telefon: 0711-619 88 -37