Überbrückungshilfe III Plus

Stand: 10.05.2022

Die Verlängerung der Überbrückungshilfe III wird vom BMWi mit dem neuen Programm Überbrückungshilfe III Plus umgesetzt. Diese konnte bislang für die Monate Juli bis September 2021 beantragt werden und wurde nachträglich um die Monate Oktober bis Dezember 2021 verlängert, ausführliche Infos finden Sie in dieser Nachricht

Förderfähig sind weitestgehend die identischen Fixkosten der Überbrückungshilfe III. Weitergeführt wird, dass auch in der Überbrückungshilfe III Plus nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt sind.

Mehr zur Antragsberechtigung bei freiwilliger Schließung im Zeitraum November & Dezember 2021 finden Sie hier. Für eine Verlängerung dieser Ausnahmeregelung setzt sich der DEHOGA ein.

Die Antragsstellung des Programms erfolgt ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes. Eine Antragsstellung ist bis 31.03.2022 möglich.

Die Voraussetzungen und verschiedenen Stufen der Antragstellung der Überbrückungshilfe III Plus (Juli 2021 bis Dezember 2021) finden Sie im folgenden Überblick.

Stufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe III PlusStufe 1: Voraussetzungen für die Überbrückungshilfe III Plus
  • Branchenunabhängig
  • Die Größenbegrenzung von 750 Mio. Euro Jahresumsatz wurde für gastgewerbliche Betriebe gekippt.
  • Das Unternehmen darf sich zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten nach EU-Definition befunden haben. Davon ausgenommen sind kleine und Kleinstunternehmen (bis 50 Mitarbeiter und 10 Mio. Euro Jahresumsatz).
  • Betrieb muss weiterhin vor dem 01.11.2020 begründet worden sein (Betriebsübernahme oder Umfirmierung zählt nicht als Neugründung).
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die in einem Monat des Förderzeitraums von Juli 2021 bis Dezember 2021 einen coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben.
  • Kleine und Kleinstbetriebe (maximal 50 Mitarbeiter 10 Mio. Jahresumsatz) können beim Referenzzeitraum wahlweise auf den durchschnittlichen Monatsumsatz 2019 abstellen.
  • Unternehmen, die nach dem 01.01.2019 gegründet wurden, haben alternative Referenzmonate, um ihre Umsatzrückgänge nachzuweisen.
  • Wird die Überbrückungshilfe III Plus nur für Monate im Zeitraum Juli bis September 2021 beantragt, sind die Zuschüsse zurückzuzahlen, wenn das Unternehmen die Geschäftstätigkeit vor dem 30. September 2021 dauerhaft einstellt. Wird die Überbrückungshilfe III Plus hingegen auch für mindestens einen Monat im Zeitraum Oktober bis Dezember 2021 beantragt, sind die Zuschüsse zurückzuzahlen, wenn das Unternehmen die Geschäftstätigkeit vor dem 31. Dezember dauerhaft einstellt. Dies gilt auch wenn das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit zwar nach dem 30. September 2021 (bzw. 31. Dezember 2021), jedoch vor Auszahlung der Zuschüsse, dauerhaft einstellt.
Stufe 2: Bescheinigung einholenStufe 2: Bescheinigung einholen

Die Überbrückungshilfe III Plus muss zwingend von einer gemäß §3 Nr. 1 StBerG befugten Person beantragt und nachträglich bestätigt werden. Dies sind: Steuerberater/in, Steuerbevollmächtigte/r, Rechtsanwalt/Rechtsanwältin, Wirtschaftsprüfer/in oder vereidigte/r Buchprüfer/in.

Die DEHOGA Beratung stellt keine Alternative zu diesen befugten Personen dar. Sie kann branchenspezifische Fragen beantworten, jedoch keinen Antrag plausibilisieren oder bescheinigen.

Stufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe III PlusStufe 3: Förderzeitraum Überbrückungshilfe III Plus
  • Förderzeitraum: Juli bis Dezember 2021.
  • Förderung erfolgt nur für die Monate, in denen der Umsatzeinbruch mindestens bei 30% liegt.
  • Wahlrecht-Beihilferahmen:
    - Wird die Überbrückungshilfe III Plus als "Kleinbeihilfe" gewährt, so ist dafür kein Verlust nachzuweisen.
    - Wird die Überbrückungshilfe III Plus als "Fixkostenhilfe" gewährt, so ist sie für die entsprechenden Monate auf 70 bzw. 90% des entstandenen Verlustes begrenzt.
    - Wird die Überbrückungshilfe III Plus als (Schadensausgleich)-Beihilfe gewährt, so ist sie für die entsprechenden Monate auf 95% des entstandenen Schadens begrenzt.
Stufe 4: AntragsstellungStufe 4: Antragsstellung

Eine Antragsstellung ist bis 31. März 2022 möglich. Zunächst werden Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt. Die vollständige Auszahlung erfolgt nach Prüfung über die L-Bank Baden-Württemberg.

Stufe 5: Überprüfung und NachkontrolleStufe 5: Überprüfung und Nachkontrolle

Bei der Überbrückungshilfe erfolgt zwingend eine Nachkontrolle der befugten Person (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer etc.).

Sind dabei die tatsächlichen Umsatzrückgänge/ förderfähige Fixkosten nicht so hoch wie angenommen, ist zu viel ausbezahlte Überbrückungshilfe an die L-Bank zurückzuzahlen. Sind dabei die tatsächlichen Umsatzrückgänge/ förderfähige Fixkosten höher als angenommen, so erfolgt auf Antrag eine entsprechende Nachzahlung.

Bei Änderungsbedarf bereits gestellter Anträge kann ein sogenannter Änderungsantrag gestellt werden. Dieser ermöglicht auch die Nachbeantragung der Monate Oktober bis Dezember 2021 bei bereits bewilligten Anträgen. Alternativ können diese Änderungen auch im Zuge der Schlussabrechnung vorgenommen werden. Die Schlussabrechnung kann voraussichtlich ab Juli 2022 erfolgen. Sie muss jedoch bis 31. Dezember 2022 gemacht werden.

Beihilfen

Coronahilfen sind Beihilfen, die eine vorgeschriebene Höhe nicht überschreiten dürfen.

FAQs der Bundesregierung zu Beihilferegelungen