Stabilisierungshilfe: kurz erklärt

Stand: 21.04.2021

Damit der Antrag für die Stabilisierungshilfe Gastgewerbe erfolgreich gestellt werden kann, hat der DEHOGA-Baden-Württemberg die wichtigsten Punkte nochmal auf einen Blick zusammengefasst.   


Wer gilt als „stark betroffen“ und ist somit antragsberechtigt?

Nach Programmdefinition ist jeder gastgewerbliche Betrieb und jeder Soloselbständige „stark betroffen“, der in einem, zwei oder drei aufeinander folgenden Monaten mehr Ausgaben als betriebliche Einnahmen hat, das heißt: ein Liquiditätsengpass entsteht (Rücklagen werden nicht berücksichtigt).

Dieser Liquiditätsengpass wird bis zu einer gewissen Höhe vom Land übernommen. Wer zwar weniger Umsatz als im Vorjahresmonat macht, aber trotzdem einen Gewinn erwirtschaftet, ist nicht stark betroffen und damit auch nicht antragsberechtigt.

Welche Kosten sich anrechenbar?

Als Kosten zählen alle kassenwirksamen Zahlungen, die im betrachteten Monat tatsächlich geleistet wurden – auch wenn die gezahlte Rechnung seit längerem fällig war (auch Tilgung und die Steuerlast). Auf der anderen Seite sind Kosten, die nur kalkulatorisch den Monat betreffen, aber in einem anderen Monat bezahlt wurden, nicht anrechenbar (mit Ausnahme eines fiktiven Unternehmerlohns in Höhe von 1.180 Euro pro Monat).

Für welche Monate kann beantragt werden?

Für einen, zwei oder drei zusammenhängende Monate zwischen Januar und März 2021. Der Antrag muss bis zum 30.06.2021 gestellt sein.

Gibt es eine Begrenzung?

Für Betriebe mit mehr als 50 Prozent gastgewerblichem Umsatz ist der Ausgleich für Verluste nach oben begrenzt auf 3.000 Euro pauschal pro Betrieb + 2.000 Euro je Mitarbeiter/in (Vollzeitäquivalent). Für Betriebe mit 30 bis 49 Prozent gastgewerblichem Umsatz ist der Verlustausgleich nach oben begrenzt auf 2.000 Euro pauschal pro Betrieb plus 1.000 Euro je Mitarbeiter/in (Vollzeitäquivalent).

Was soll ich jetzt tun?

1. Prüfen, ob ich in einem oder mehreren Monaten mehr Ausgaben als Einnahmen habe.

2. Zusätzlich prüfen, ob ich auch für die Überbrückungshilfe III des Bundes antragsberechtigt bin (mind. 30 Prozent weniger Umsatz in den Monaten Januar bis Juni 2021 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum im Jahr 2019).

3. Mit Hilfe der DEHOGA-Vorlage "Vergleichsrechnung Coronahilfen" prüfen, für welche Montaszeiträume welche Hilfe am Besten geeignet ist.


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