Verband positioniert Anliegen der Branche

Bundestagswahl 2021

Stand: 31.8.2021

Was kann und was sollte die Politik jetzt tun, damit Gastgewerbe und Tourismuswirtschaft nach der Corona-Krise zur alten Stärke zurückfinden? Vor der Bundestagswahl am 26. September bezieht der DEHOGA Position und stellt Abgeordneten und Parteien im Wahlcheck die entscheidenden Fragen.

Die Corona-Pandemie hat das Gastgewerbe in seine tiefste Krise seit dem Kriegsende gestürzt. Jeder Lockdown-Monat hat Umsatzverluste von rund 70 Prozent verursacht. Auch der gastgewerbliche Arbeitsmarkt wurde hart getroffen. Obwohl viele Betriebe mit aller Kraft gekämpft haben, um ihre Mitarbeitenden und Auszubildenden zu halten (wobei sich das Kurzarbeitergeld als wertvolles Instrument erwies), ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gastgewerbe drastisch gesunken.

Wahl stellt Weichen

Zwar ist anzuerkennen, dass Bund und Land mit Hilfsprogrammen in nie dagewesenem Ausmaß die Folgen der Krise gelindert und vielen Betrieben das wirtschaftliche Überleben ermöglicht haben, doch ausgleichen konnten die Staatshilfen die krisenbedingten Verluste nie. Viele Betriebe sind daher finanziell ausgezehrt und mit neuen Schulden belastet. 

Klar ist deshalb: Ohne faire wirtschafts- und steuerpolitische Rahmenbedingungen wird es sehr lange dauern, bis Hotellerie und Gastronomie sich wieder erholen. Aus diesem Grund kommt der Bundestagwahl 2021 eine besondere Bedeutung zu. Denn am 26. September entscheidet sich, welche Parteien künftig die Weichen in der Bundespolitik stellen.

Die wichtigsten Anliegen der Branche

Was aus Sicht der Branche jetzt zu tun ist, um den 222 000 gastgewerblichen Betrieben und den Beschäftigten der Branche wieder Perspektiven zu geben, hat der Verband im „DEHOGA-Wahlcheck“ zur Bundestagswahl 2021 zusammengefasst.

Er definiert diese zentralen Handlungsfelder zur Zukunftssicherung der Branche und formuliert konkrete Vorschläge und Forderungen:

  • Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft der Branche stärken
  • Betriebe bei Steuern und Abgaben entlasten
  • Beschäftigung und Ausbildung sichern und stärken
  • Bürokratieabbau beschleunigen
  • Verbraucherschutz zielführend und rechtskonform gestalten
  • Digitalisierung vorantreiben und für fairen Wettbewerb sorgen
  • Energie- und Klimapolitik praxis- und kostenverträglich gestalten
  • Tourismuswirtschaft stärken und Planungssicherheit schaffen


Zu all diesen Themen hat der DEHOGA Parteien und Kandidaten mit dem Wahlcheck Fragen vorgelegt. Die Antworten darauf stellen für Wählerinnen und Wähler, denen die Anliegen unserer Branche wichtig sind, eine wertvolle Entscheidungshilfe vor der Wahl dar.

Hier die Antworten der Parteien zum Download

Hier finden Sie Antworten von Kandidat:innen aus Baden-Württemberg


Regionale Wahlkampf-Veranstaltungen

Im Vorfeld der Bundestagswahl fanden in den DEHOGA-Kreisstellen zahlreiche Gespräche mit Kandidat:innen statt, um den Anliegen der Branche in der Politik Gehör zu verschaffen. Die Fotostrecke zeigt drei Beispiele für diese politische Verbandsarbeit vor Ort.

Wahlaufruf


Fritz Engelhardt, Vorsitzender des DEHOGA Baden-Württemberg, appelliert an seine Kolleg:innen, am 26. September wählen zu gehen: "Es kann uns nicht gleichgültig sein, welche Parteien nach der Wahl die nächste Bundes-
regierung stellen werden."

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Wahlcheck-Broschüre


Die DEHOGA-Wahlcheck-Broschüre dient als Grundlage für Gespräche mit Politiker:innen und steht hier zum Download zur Verfügung.

Hier geht es zum Themenbereich Bundestagswahl auf der Homepage des DEHOGA-Bundesverbandes.

Weiterführende Links

Mehr Informationen rund um die Bundestagswahl gibt es auf diesen Seiten:

Deutscher Bundestag

Bundeszentrale für politische Bildung