Wichtige Fragen und Antworten zu den Coronahilfen

Wann zählen mithelfende Familienangehörige als anrechenbare Beschäftigte, die bei der Stabilisierungshilfe berücksichtigt werden können? 

Die Höhe der Stabilisierungshilfe richtet sich nach der Zahl der im Betrieb Beschäftigten. Neben regulären Mitarbeitern kommen in baden-württembergischen Betrieben aber auch viele mithelfende Familienangehörige zum Einsatz. Wann zählen diese als Beschäftigte, die für die Stabilisierungshilfe berücksichtigt werden können?
Nach der Verwaltungsvorschrift können auch sonstige für das Unternehmen tätigte Personen berücksichtigt werden, sofern sie in einem Unterordnungsverhältnis stehen und rechtlich Arbeitnehmern gleichgestellt sind.
Das Wirtschaftsministerium hat nun klar gestellt, dass mithelfende Familienangehörige nur darunter fallen, wenn diese auch Lohn- und Gehaltszahlungen für Ihre Tätigkeit bekommen. Nur diese Familienangehörigen dürfen bei der Beschäftigtenzahl berücksichtigt werden, nicht dagegen die unentgeltlich mithelfenden Familienangehörigen.

 

Welche Coronahilfen dürfen kombiniert werden und wie?

Soforthilfe/ Stabilisierungshilfe (Land)/ Überbrückungshilfe (Bund)

Die Stabilisierungshilfe (Land) darf sich nicht mit dem Zeitraum, für den Soforthilfe beantragt wurde, überschneiden, um zu verhindern, dass die selben Kosten zweimal berücksichtigt werden. Die Soforthilfe bezieht sich in der Regel auf den Zeitraum von drei Monaten nach Antragstellung. Die Stabilisierungshilfe darf erst einen Tag nach Ablauf dieses Zeitraums beginnen.

Der Zeitraum einer möglichen Überbrückungshilfe hingegen darf sich mit den Zeiträumen der Soforthilfe oder der Stabilisierungshilfe überschneiden. Jedoch werden beide Hilfen anteilig ihres überschneidenden Zeitraums von der Überbrückungshilfe abgezogen. Es findet also eine Anrechnung statt. Diese Information war bis heute morgen (9.7.2020) nicht abschließend geklärt. Um die Antragsberechtigungen und die Berechnungsgrundlagen für die jeweiligen Programmen zu prüfen und zu vergleichen, lohnt der von uns zur Verfügung gestellte Vergleichsrechner Corona-Hilfen

 

Förderfähige Kosten Stabilisierungshilfe: Welche Kosten darf ich bei meiner Liquiditätsengpassberechnung berücksichtigen?

Nicht berücksichtigt werden dürfen:

  • Zeitlich vorgezogene Kosten, wie z.B. Pacht des Folgemonats
  • Abgegrenzte Kosten, die in einem anderen Monat für das ganz Jahr bezahlt wurden, wie z.B. eine Versicherungszahlung im Februar
  • Künstlich generierte Kosten, wie z.B. Sondertilgungen (planmäßige Tilgungen sind förderfähig)
  • Fällige Einkommensteuer

 

Berücksichtigt werden dürfen:

  • Aufgelaufene fällige Kosten, wie z.B. offene fällige Rechnungen aus den Vormonaten
  • Gestundete Zahlungen aus den Vormonaten, die jetzt fällig werden
  • Offene Ust.-Zahllast aus Vormonaten und aktuell

 

Der DEHOGA Baden-Württemberg befindet sich in laufender Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium, um offene Fragen zur Stabilisierungshilfe zu klären. Alle - laufend aktualisierten - häufigen Fragen und Antworten (FAQs) finden Sie auf der Seite des Landes

Die häufigen Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe finden Sie auf der Seite des Bundes

 

(Stand: 13.7.2020)