hogarente gekündigt

Verhandlungen über neue Branchenlösung laufen

Die Zinssätze der Versicherungen können aufgrund der aktuellen Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank nicht mehr garantiert werden, immer mehr Versicherungsanbieter schließen ihre Pensionskassen, so auch HDI und Ergo, über die bisher die hogarente abgewickelt wurde. 

Die hogarente, die Branchenlösung für die betriebliche Altersvorsorge, wird es in der bisherigen  Anlageform  in einer Pensionskasse ab nächstem Jahr nicht mehr geben (wir berichteten). Bis zum 31. Dezember 2016 abgeschlossene Verträge werden zwar unverändert fortgeführt. Doch wie geht es danach weiter? Der Verband verhandelt derzeit über eine neue Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge im Gastgewerbe.

Der DEHOGA Baden-Württemberg hat den Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge im September gekündigt, gemeinsam mit dem Sozialpartner NGG (Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten) laufen nun die Gespräche über eine neue Branchenlösung.

Das Ziel der nun einberufenen Tarifkommission aus Vertretern des Verbandes und der Gewerkschaft: einen neuen Versicherungsanbieter zu finden und eine tarifliche Absicherung zu vereinbaren. So wird etwa auch geprüft, inwiefern eine Direktversicherung eine attraktive Alternative zur Pensionskasse ist. Oder ob alternativ zur tariflich vereinbarten Versicherungslösung ein freiwillig zu nutzendes Angebot empfohlen werden kann.

Derzeit liegen auch politische Pläne zur gesetzlichen Neuregelung der Altersvorsorge beim Bundes-Arbeitsministerium –  mit einem Ergebnis ist nicht vor Mitte 2017 zu rechen. „Der tarifpolitische Handlungsbedarf ist unstrittig – aber ohne genaue  Kenntnis der gesetzlichen Neuregelungen ist es schwierig tarifliche Lösungen zu erarbeiten“, sagt Joachim Schönborn, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Baden-Württemberg, der auch Mitglied der Tarifkommission ist; aus Baden-Württemberg sind ebenfalls Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Landesverbandes und DEHOGA Vorsitzender auf Bundesebene, Ernst Fischer , vertreten.

Der Verband hält seine Mitglieder zum Thema hogarente auf dem Laufenden. Fragen beantworten die DEHOGA-Geschäftsstellen oder der DEHOGA-Versicherungspartner RVM

 

(Stand: Oktober 2016)