Roberto Delano Cairo

Motto: Keine Angst vor Herausforderungen!

April 2021

Seit knapp acht Wochen läuft jetzt das Take-Away-Geschäft im Bistro Mademoiselle Carmen-Louise. Roberto Delano Cairo steht an sieben Tagen pro Woche von 12 bis 21 Uhr in seiner Küche und hofft auf möglichst viele Bestellungen. Er weiß, dass er mit seinen surinamischen Gerichten in Uhingen Pionierarbeit leistet.

"Es ist momentan noch nicht vorhersehbar, was der Tag bringt. Ich bin nicht total zufrieden mit den Umsätzen, aber froh, dass überhaupt etwas geht. Man muss es nehmen, wie es kommt."

Er hofft zwar auf eine baldige Eröffnung, ist aber auch realistisch genug zu sehen, dass es damit noch dauern kann. Da er an einer belebten Straße liegt, stellt er nun Aufsteller mit Bildern seiner Speisen auf den Gehweg, damit auch Autos im Vorbeifahren auf ihn aufmerksam werden. Außerdem nimmt er neue Gerichte auf die Speisekarte und stellt Essensbilder auf seine Webseite und seinen Instagram-Kanal, um noch mehr Gäste neugierig auf seine Küche zu machen.

"Was mir immer wieder Auftrieb gibt, sind die positiven Rückmeldungen unserer Gäste. Letzte Woche hatte ich einen Anruf eines Gastes, der seine Begeisterung für das leckere Essen unbedingt ausdrücken wollte. Das sind schöne Momente."

März 2021

Seit drei Wochen steht Roberto Delano Cairo nun in der Küche seines neuen Restaurants und bereitet Gerichte zum Mitnehmen zu. Die Stimmung ist sehr gut – endlich kann er das tun, worauf er seit Monaten hingearbeitet hat. Und die Uhinger nehmen sein kulinarisches Angebot begeistert an, probieren „Oma Corries Braune Bohnen“ oder „Tiauw Min“. Vor allem sein „Roti Chicken Spezial“ zum Preis von 12,80€ verkauft sich hervorragend.

"Viele Gäste wussten gar nicht, was „Roti“ ist, aber als sie es dann probiert hatten, waren sie überzeugt. Wir haben schon die ersten Stammgäste, einer von ihnen kommt fast jeden Tag."

Inzwischen sind er und seine Frau, die zunächst in der Küche mithilft, gut eingespielt. Alle Abläufe haben sie perfektioniert. Aber die ersten Tage waren eine große Herausforderung, denn für den Quereinsteiger war es kaum zu bewältigen, mehrere Bestellungen gleichzeitig und nach seinen hohen Qualitätsansprüchen fertig zu stellen. Bei 20 Gerichten auf einmal kam er ziemlich ins Schwitzen.

"Der erste Sonntag war gnadenlos…so viele Bestellungen, so viel Druck. Aber es wurde jeden Tag besser. Dass die Gäste wieder kommen ehrt mich und zeigt, dass mein Konzept funktioniert."

Neben seinem Essen bekommt Cairo auch für seine Einrichtung viel Lob, vor allem die weiblichen Gäste planen schon, mit ihren Partnern zu ihm zu kommen, sobald man wieder im Restaurant essen darf. Und zusätzlich zum Essen bekommt jeder weibliche Gast des Mademoiselle Carmen-Louise eine Blume geschenkt. Eine kleine Geste, die ihm viele Sympathien einbringt.

Auf Instagram gibt es mittlerweile viele Einblicke ins Restaurant und Fotos von den Gerichten:

Februar 2021

Roberto Delano Cairo will nicht mehr länger auf ein Ende des Lockdowns warten, deshalb hat er beschlossen, am 26. Februar zunächst mit seinem Take-Away-Angebot zu starten. Das Restaurant wird er dann eröffnen, wenn er endlich darf.

Mit dieser Lösung können die Uhinger schon mal ihren Appetit auf Cairos Küche stillen und er kann die Prozesse in seiner nagelneuen Küche perfektionieren, bevor der A-la-Carte-Ansturm kommt. Jetzt, wo sein Restaurant fertig ist, treibt in die Unruhe an, aber auch der finanzielle Druck. Schließlich hat er viel Geld investiert und bisher noch nichts verdient.

"Ich muss einfach was tun. Wir brauchen Umsatz und sind zuversichtlich, dass wir gute Einnahmen haben werden. Schließlich gibt es kein vergliechbares Angebot in der Umgebung."

Das soll sich mit dem Abhol-Geschäft bald ändern. Neun Gerichte hat er auf seine Take-Away-Karte gesetzt, zwei davon sind vegetarisch. Die Speisen spiegeln alles wieder, was man in Surinam gerne isst – und sind dabei eine kulinarische Weltreise. Viele Einwanderer aus Indien, Pakistan oder China haben die Landesküche mitgeprägt – auch das findet in seiner Karte Einfluss. Wie die surinamische Blutwurst wohl im Schwabenland ankommt? Cairo ist zuversichtlich, dass es den Gästen schmecken wird.

Januar 2021

Der Name seines Restaurants ist eine Hommage an seine jüngst verstorbene Mutter, die eine begnadete Köchin gewesen ist und Roberto schon früh beigebracht hat, was guter Geschmack ist. Diesen Geschmack aus der Heimat seiner Vorfahren möchte er in seinem Restaurant nun mit Gästen in Uhingen teilen und denkt auch bereits an weitere Standorte für sein Konzept.

"Dass die surinamische Küche zu exotisch für die Schwaben sein könnte, glaube ich nicht. Sie denken eher „endlich mal was anderes“. Die Leute werden meine Gerichte schnell lieben lernen und sich die Finger nach meinem Chicken Masala mit Roti, nach braunen Bohnen mit Rindfleisch oder nach knusprigen Riesengarnelen lecken."

Gemeinsam mit seiner Frau Michaela Thiele (links auf dem Foto) wird er das Restaurant betreiben: er in der Küche, sie im Service. Ihre erwachsenen Kinder helfen ebenfalls tatkräftig mit und haben schon bei der Renovierung der Räumlichkeiten mitgewirkt. Bis auf die Küche ist hier alles fertig für die Eröffnung, die aber aufgrund des Lockdowns noch nicht genau geplant werden kann.

Über die Esskultur in dem kleine südamerikanische Land Surinam wissen vermutlich die wenigsten etwas. Nach den Spezialitäten befragt, nennt Cairo als erstes die fruchtige Chilisorte „Madame Jeanette“, die vielen surinamischen Gerichten ihre leichte Schärfe verleiht. Einige der Zutaten sind in Deutschland nicht leicht zu bekommen, Cairo bezieht sie aus Holland, dessen Kolonie Surinam einst war und wo heute noch viele seiner Landsleute leben.

Gründersteckbrief

Name: Roberto Delano Cairo
Alter: 56 Jahre
Gründung: Neueröffnung des surinamischen Restaurants "Mademoiselle Carmen-Louise", Uhingen
Ausbildung: Eventmanager
Social Media: @mademoisellecarmenlouise
Webseite:
mademoiselle-carmen-louise.metro.rest