Unternehmerfrauen: Mitwirken auf europäischer Ebene

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der DEHOGA-Unternehmerfrauen in Baden-Württemberg hatte die Landesvorsitzende Sabine Speidel ins „Business Hotel Schwert“ nach Rastatt eingeladen. Mehr als 30 Damen kamen in die Barockstadt, um dort über den Ausbau der politischen Lobbyarbeit zu beraten.

„Wir wollen politischer werden.“ Das hatte sich Sabine Speidel bei ihrem Amtsantritt als Landesvorsitzende der DEHOGA-Unternehmerfrauen Baden- Württemberg im vergangenen März zum Ziel gesetzt. Rund ein Jahr später sind die ersten wichtigen Schritte in diese Richtung geschafft.

Posieren wie vor 300 Jahren: Die DEHOGA-Unternehmerfrauen und Kreisvorsitzender Gerd Söllner (Mitte) im Ahnensaal des Barock-Schloss Rastatt. Foto: Maike Emmel

Seit Herbst 2009 werden die DEHOGA Unternehmerfrauen von Susanne Weißkopf und Ulrike Wiedemann als Delegierte im Landesfrauenrat vertreten. Der Landesfrauenrat ist ein unabhängiges, überparteiliches und überkonfessionelles Netzwerk von Frauenverbänden und politischen Interessenvertretungen von Frauen in Baden-Württemberg. Er wird z.B. in wesentlichen frauenpolitischen Fragen von der Landesregierung und vom Landtag angehört. „Es ist wichtig, dass wir diese Lobby gegenüber der Landesregierung haben und uns dort ohne Umwege für unsere Anliegen Gehör verschaffen können“, sagt Speidel.

Außerdem möchten sich die DEHOGA- Unternehmerfrauen auf europäischer Ebene weiter organisieren und die Mitarbeit im Verband der Frauen Europäischer Mittel- und Kleinbetriebe (FEM) ausbauen. Der Dachverband schließt nationale und regionale Vereinigungen aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz zusammen. Die Organisationen vertreten sowohl mittätige wie auch selbständige Unternehmerfrauen aus Gastgewerbe, Handwerk und anderen Berufen. „Wir müssen bei unserer politischen Arbeit verstärkt europäisch denken anstatt nur regional“, sagt Sabine Speidel. „Nur durch eine starke Präsenz bei FEM können wir dafür sorgen, dass die Stimme des baden-württembergischen bzw. deutschen Gastgewerbes im Verband Gewicht hat.“ Zurzeit vertritt u. a. die Ehrenvorsitzende Hannelore Wolf die DEHOGA-Unternehmerfrauen Deutschland bei FEM. Über die Entsendung weiterer Delegierten soll bis September entschieden werden, denn im November stehen bei FEM Wahlen an. „Unser Ziel ist es, dann im Vorstand mitzuwirken“, so Speidel.

Für den Nachmittag hatte der Vorsitzende der Kreisstelle Rastatt, Gerd Söllner, ein besonderes kulturelles Highlight organisiert. Zusammen mit einer Kammerzofe wandelten die Damen auf den Spuren der adligen Bewohner und Gäste des Rastatter Schlosses und durften selbst ausprobieren, wie es sich in jener Zeit am Hofe leben ließ.

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