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Konjunkturumfrage

Der DEHOGA Baden-Württemberg führt zweimal pro Jahr eine eigene Konjunkturumfrage durch. Befragt werden in einem repräsentativen Panelverfahren Hotels und Gastronomiebetriebe in Baden-Württemberg. Die Umfragen sind auf die Saisonzeiten im Gastgewerbe abgestimmt: Sommersaison (April bis September) und Wintersaison (Oktober bis März).

Die jeweiligen Konjunkturberichte stehen hier zum Download bereit:

Sommer 2011
Winter 2010

Sommer 2010
Winter 2009
Sommer 2009

Winter 2008/2009
Sommer 2008
Winter 2007/2008
Sommer 2007
Winter 2006/2007
Sommer 2006

Konjunkturumfrage Sommersaison 2011

Der Aufwärtstrend im baden-württembergischen Hotel- und Gaststättengewerbe hat sich in der Sommersaison 2011 fortgesetzt. Dies zeigen die Ergebnisse der DEHOGA-Konjunkturumfrage, an der sich 297 Betriebe beteiligt haben.

Gefragt wurde nach der wirtschaftlichen Entwicklung in den Monaten April bis September 2011. Die DEHOGA-Konjunkturumfrage ist im statistisch nicht repräsentativ, gibt jedoch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Gastgewerbe zuverlässig wieder. Der DEHOGA dankt an dieser Stelle allen Mitgliedsbetrieben, die sich an der Umfrage beteiligt haben.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Hotellerie:

Beherbergungsbetriebe: Umfrageergebnisse im Überblick

dehoga bw
Die farbigen Balken zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse zur Sommersaison 2011. Die grauen Balken im Hintergrund zeigen jeweils die Vorjahreswerte. Quelle: DEHOGA Baden-Württemberg. An der Umfrage haben sich 297 Mitgliedsbetriebe beteiligt.

In der Hotellerie war die wirtschaftliche Erholungstendenz bereits in der Umfrage zur Wintersaison deutlich erkennbar geworden. Die Fortsetzung dieser positive Entwicklung spiegelt sich in den Umfrageergebnissen:

  • 63,86 % der Umfrageteilnehmer bezeichneten die Geschäftslage ihres Beherbergungsbetriebes während der Sommersaion als „gut“ – ein gutes Drittel (33,17%), spricht immerhin von einer „befriedigenden Geschäftslage“ und lediglich 2,97% der Umfrageteilnehmer bezeichnen die wirtschaftliche Situation ihres Betriebes als „schlecht“.
  • Zum Vergleich: In der Wirtschafts- und Finanzkrise (Wintersaison 2009/10) nannten lediglich 17,4% der befragten Hoteliers ihre wirtschaftliche Lage „gut“. Mehr als jeder Dritte (34,2%) sprach damals von ein schlechten wirtschaftlichen Situation des eigenen Betriebs. 

Frei von Sorgen sind die Hoteliers im Land trotz der allgemein guten Nachfragesituation freilich nicht: Kostenprobleme bremsen in vielen Betrieben trotz steigender Umsätze die Ertragsentwicklung.

So konnten zwar 62% der befragten Betriebe ihren Umsatz steigern, der Anteil der Betriebe mit gestiegenem Ertrag liegt jedoch deutlich darunter (37,4). Außerdem haben die Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter zu finden: In der Liste der am häufigsten genannten Probleme der Hoteliers ist das Thema „Personalgewinnung“ auf Rang 2 vorgerückt und rangiert damit jetzt vor dem Thema „Betriebskosten“.
Den Spitzenplatz im „Problem-Ranking“ belegen nach wie vor die hohen Energiekosten.

Gastronomie:

Gastronomiebetriebe: Umfrageergebnisse im Überblick

Die farbigen Balken zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse zur Sommersaison 2011, die grauen Balken im Hintergrund zeigen jeweils die Vorjahreswerte. Quelle: DEHOGA Baden-Württemberg. An der Urumfrage haben sich 297 Mitgliedsbetriebe beteiligt.

In der Gastronomie spiegeln die Umfrageergebnisse die guten Konjunktur während der Sommermonate ebenfalls wider:

  • Fast die Hälfte (47,5%) der teilnehmenden Betriebsinhaber bezeichnete die Geschäftslage ihres Betriebes während der Sommermonate als „gut“. Zum Vergleich: Im Sommer 2010 lag der Anteil der Betriebe mit guter Geschäftslage deutlich niedriger (33,3%).
  • Dass die allgemein verbesserte Konjunkturage mittlerweile auch in der Gastronomie ankommt, macht auch der gesunkene Anteil der Betriebe deutlich, die ihre Geschäftslage als „schlecht“ bezeichnen. Er lag in der Sommersaison 2011 bei 16,25% der Umfrageteilnehmer und damit um mehr als 10 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr zuvor (26,6%).    

Nicht überraschend ist die Tatsache, dass Kostenprobleme auch den Gastronomiebetrieben zu schaffen machen: Energie- und Betriebskosten rangieren im Problem-Ranking der befragten Unternehmer auf den Spitzenplätzen, auf Rang 3 folgen „Steuern- und Sozialabgaben“ und auf Rang 3 das Thema „Personalgewinnung“.

Erwartungen der Unternehmer
23 % der befragten Hoteliers und 18,6% der befragen Gastronomen rechnen damit, dass sich die Geschäftslage ihres Betriebes in der laufenden Wintersaison (Oktober 2011 bis März 2012) weiter verbessert. Rund 53 Prozent der Betriebsinhaber rechnen mit gleichbleibender Geschäftslage – dieser Wert ist für Hoteliers und Gastronomen nahezu identisch. Mit einer Verschlechterung der Geschäftslage in der Wintersaison rechnen 23,5% der befragten Hoteliers und 28% der Gastronomen.

Statistisches Landesamt meldet positive Umsatzentwicklung
Bestätigt werden die Ergebnisse der DEHOGA-Konjunkturumfrage durch die aktuellsten Zahlen des Statistischen Landesamtes zur Umsatzentwicklung in der Branche: Demnach stieg der Branchenumsatz in den ersten acht Monaten des Jahres um real 3,3%. Beherbergungsbetriebe konnten mit einem Plus von 5,1% deutlich stärker zulegen als die Gastronomie (+ 2,4%). Grundlage dieser Zahlen ist eine repräsentative Stichprobe.

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